Sicherheit

Motorradfahrer üben in Menden für den Sommerstart

Motorradfahrer üben auf dem Parkplatz des Hellweg Baumarktes in Menden.

Motorradfahrer üben auf dem Parkplatz des Hellweg Baumarktes in Menden.

Foto: Yasser Aboshaeer

Menden.   Mit dem schönen Wetter geht die Saison für Motorradfahrer wieder los. In Menden haben Biker zur Vorbereitung ein Sicherheitstraining absolviert.

Die Motorradfreunde Sauerland veranstalten dieses Jahr Vorbereitungs-Trainings für die neue Saison, „um den Winterschlaf aus den Knochen zu kriegen“, erklärt Uwe Hoh (47), Vorsitzender des Vereins. So starteten die Motorradfreunde zuletzt auf einem Baumarkt-Parkplatz einen Testlauf für die kostenlosen Training-Aktionen. Dabei bot der Verein einen Trainingsparcours, der an ein Sicherheitstraining angelehnt war.

Uwe Hoh war im Anschluss von der Resonanz überrascht: „Wir waren unglaublich beeindruckt vom Zuspruch und vom vielfachen Wunsch, die Aktion zu wiederholen“. Sicherheits- und Vorbereitungstrainings wie dieses möchte der Verein daher demnächst öfter anbieten.

Motorradfahrer wollen unfallfreie Saison

„Unser Ziel ist es, Motorradfahrer gut auf die Saison vorzubereiten“, erklärte Honda-Fahrer Uwe Hoh. Dazu boten die Motorradfreunde den etwa 50 Interessenten bei der ersten Veranstaltung einen Parcours, bei dem im ersten Gang und mit Schrittgeschwindigkeit neun Übun­gen absolviert werden mussten. „Uns geht es darum, dass man wieder Gefühl für’s Rad kriegt“, sagte der Fahrlehrer. „Man steigt immer anders aufs Rad als man letztes Jahr im September abgestiegen ist“.

Dabei hätten sie immer ein Ziel vor Augen: Die Unfallfreiheit der Motorradfahrer. Hoh gibt zu bedenken: „Das Sauerland ist keine Rennstrecke!“ Die Veranstalter appellieren an die Verantwortung als Fahrer: „Motorradfahrer bauen meist Eigenunfälle“, erklärte Uwe Hoh.

Unfallfrei zu bleiben ist möglich

Genau das soll verhindert werden. Der Ansporn für den Verein seien die Unfallstatistiken vergangener Jahre, sowie der Ruf, Biker seien immer unvorsichtig: „Wir sind nicht immer nur Raser, wir sind ganz vernünftige Leute“. Denn Uwe Hoh ist überzeugt: „Unfallfrei bleiben ist unter normalen Umständen möglich“ – Er selbst habe noch nie einen Unfall verschuldet.

„Wir wollen auch gegen die Sperrungen einiger Strecken vorgehen“, erklärt der leidenschaftliche Biker weiter. Aufgrund des ständigen Rasens der Biker, seien nämlich teils tolle Strecken gesperrt worden, so Uwe Hoh.

Motogymkhana: Mit 25 Km/h in die Schräglage

„Wer sich ausprobieren will, soll trotzdem vernünftig bleiben“, sagte der Motorradfahrer. Daher will der Verein den Sport „Motogymkhana“ in Deutschland etablieren. Bei diesem Sport bestehe die Herausforderung nicht im Rasen: Im ersten Gang wird mit Geschwindigkeiten von 25 bis 30 Stundenkilometern vor allem in seitlicher Schräglage gefahren.

„Das ist ein Motorsport, um der Physik zu zeigen, dass sie nicht Recht hat“, beschreibt Uwe Hoh seinen Sport. Momentan sammelt der Verein für eine kleinere Gymkhana-Maschine für Frauen, die unter anderem durch Sturzbügel extra gesichert sein muss.

„Immer daran denken, dass zuhause jemand wartet“

Vereinsmitglieder kommen in den Genuss, die Motogymkhana-Maschinen zu fahren: „Um Mitgliedern etwas zu bieten, machen wir am Ostersonntag eine Tour zum Hockenheim-Ring mit dem 1000-Kilometer-Rennen“, berichtete Uwe Hoh von Vereins-Plänen.

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Er selbst fährt seit sieben Jahren Motorrad. „Bei der Fahrlehrerausbildung habe ich gemerkt, wie viel Spaß das macht“, erklärte er. Momentan fährt Hoh eine Honda 600er CBS. Was für ihn besonders wichtig ist: „Man sollte immer daran denken, dass jemand zuhause wartet“. Dass man daher vorsichtig fahren und Unfälle vermeiden sollte, motiviere ihn gerade zu diesen Saison-Vorbereitungs-Aktionen.

Uwe Hoh hat im Januar gemeinsam mit Mitstreitern und der Polizei den Verein „Motorradfreunde Sauerland“ mit einem klaren Ziel gegründet.

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