Flüchtlingsunterkunft

Münchener Investor will Unterkunft in der Wunne überplanen

Die Flüchtlingsunterkunft in der Wunne soll an einen Münchener Investor verkauft werden. Der will den Wohnkomplex völlig neu gestalten.

Die Flüchtlingsunterkunft in der Wunne soll an einen Münchener Investor verkauft werden. Der will den Wohnkomplex völlig neu gestalten.

Foto: Archiv/ Stefan Meinhardt

Menden.  Die Flüchtlingsunterkunft in der Wunne muss nach der Übernahme eines Investors aller Voraussicht nach geräumt werden. Die Stadt ist in Zugzwang.

Ein Münchener Investor, der von der Wohnungsgesellschaft GBS zeitnah den Wohnkomplex in der Wunne kaufen wird, will die derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzten Gebäude überplanen. Ob es sich dabei um Abriss und Neubau oder eine Sanierung handelt, ist noch unklar. Politik und Verwaltung stellen sich auf eine Räumung ein und drängen ihrerseits nun auf eine schnelle Sanierung der Unterkünfte an der Bischof-Henninghaus-Straße.

Sanierung schnellstmöglich

Die Befürchtungen nach der Meldung über den Verkauf des Wohnkomplexes in der Wunne scheinen sich zu bestätigen. Die Situation ist nun erstmals im nichtöffentlichen Teil des Sozialausschusses diskutiert worden. Demnach plant der Investor nach der Räumung der Unterkunft in der Wunne eine neue Wohnbebauung. Verwaltungsseitig hieß es im Sozialausschuss, dass die Sanierung der Übergangsheime in der Bischof-Henninghaus-Straße „schnellstmöglich“ über die Bühne gehen muss, um auch weiterhin genug Wohnraum für neue Zuweisungen vorhalten zu können.

Formell über die Bühne ist die Übertragung der Grundstücke an den Münchener Investor Omega derweil noch nicht, wie Stadtsprecher Johannes Ehrlich auf WP-Anfrage bestätigt. Offiziell sei noch immer die GBS Ansprechpartner. Wann die „Lastenübertragung“ rechtskräftig wird, steht noch nicht fest. „Es wurde mehrmals angekündigt, aber auch immer wieder verschoben“, so Ehrlich. Gleichwohl wolle man „Vorkehrungen treffen“, um auf eine Räumung der Wunne vorbereitet zu sein. „Wir werden auf jeden Fall mit dem Investor sprechen, denn auch ein Investor wird sicherlich seinen Zeitplan haben“, erklärt Ehrlich.

Prioritätenliste des ISM

Welche Stellung die vorgezogene Sanierung der Bischof-Henninghaus-Straße auf der Prioritätenliste des ISM einnehmen wird, ist noch nicht klar. Dies könne zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, so der Stadtsprecher.

Die Omega AG bezeichnet sich selbst als ein „dynamisch wachsendes Investment-Unternehmen mit Fokus auf Wohnimmobilien in Deutschland“. Spezialisiert ist die AG unter anderem auf den Ankauf, die Verwaltung und Verkauf von globalen Wohn- und Teileigentumsbeständen, die „große Wertsteigerungs- bzw. Entwicklungspotenziale“ in Städten mit mehr als 40.000 Einwohnern bieten.

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