Rattengift?

Nach Tod von Mops Rudi hat Familie die Polizei eingeschaltet

Mops Rudi wurde starb mutmaßlich an Rattengift.

Mops Rudi wurde starb mutmaßlich an Rattengift.

Foto: Privat

Ostbüren.  Nach dem Tod von Mops Rudi haben Verena di Angeli und Dirk Lethaus Anzeige erstattet. Die Nachbarschaft in Ostbüren ist inzwischen aufmerksamer.

Zwei Wochen ist es jetzt her, dass Mops Rudi aus Ostbüren gestorben ist. An Rattengift mutmaßlich. Verena de Angeli und ihr Lebensgefährte Dirk Lethaus haben mittlerweile die Polizei eingeschaltet. Und die Nachbarschaft im Dorf ist mittlerweile deutlich aufmerksamer.

Da sind Zäune ausgebessert und verstärkt worden, Überwachungskameras wurden installiert. Und überhaupt sind die Hundebesitzer, aber auch die Anwohner ohne Vierbeiner im Haushalt, deutlich aufmerksamer, etwa bei verdächtigen Gegenständen im Gras. Der zehnjährige Mops Rudi von Verena de Angeli und Dirk Lethaus hat vor etwas mehr als zwei Wochen mutmaßlich beim Gassigang Rattengift gefressen (wir berichteten). Wenige Tage später ist er qualvoll daran gestorben, innerlich verblutet. Auch die Tierärztin bestätigte Verena de Angeli ihren Verdacht.

Kurz danach soll auf ein Grundstück in der Nachbarschaft von de Angeli ein mit Stacheldraht umwickeltes Stück Fleisch geworfen worden sein. Der Hund hatte diesen mutmaßlich tödlichen Leckerbissen entdeckt, allerdings konnte die Halterin gerade noch verhindern, dass das Tier diesen Köder frisst. Auch sie erstattete Anzeige. So wie es nun auch de Angeli und Lethaus getan haben.

Ermittlungen gegen Unbekannt

Thomas Röwekamp, Pressesprecher der Polizei im Kreis Unna bestätigt, dass nun gegen Unbekannt ermittelt wird. Angezeigt hat de Angeli einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Streng juristisch gesprochen handelt es sich bei solchen Taten gegen Tiere um eine Sachbeschädigung. Aber auch das Tierschutzgesetz sieht hohe Geldstrafen für das mutwillige Töten von Tieren, etwa durch ausliegendes Rattengift, vor. Grundsätzlich darf das Gift auch eigentlich nur von sachkundigen Personen eingesetzt werden, etwa Schädlingsbekämpfern. Rund um Häuser und Gebäude bringen diese dann oft Warnschilder an, wenn Gift ausliegt. Viele Hundebesitzer trainieren ihr Tier auch darauf, nur mit Erlaubnis von Herrchen und Frauchen zu fressen. Das sei bei manchen Rassen aber schwierig bis unmöglich. Auch bei Rudi habe das nicht funktioniert, hatte Verena de Angeli im Gespräch erzählt.

Ist es denn überhaupt realistisch, den mutmaßlichen Übeltäter und Hundehasser zu finden? Polizeisprecher Thomas Röwekamp sagt. dass die Polizei vor allem auf Hinweise aus der Bevölkerung hoffe. Dass jemand etwas Verdächtiges gesehen hat. „Ansonsten wird es sicherlich schwierig“, sagt er.

Fall auf Ostbüren beschränkt

So wie es Verena de Angeli und Dirk Lethaus vermutet hatten, scheint der Fall aktuell auf Ostbüren beschränkt zu sein. Denn von ähnlichen Vorkommnissen in anderen Teilen Fröndenbergs und der näheren Umgebung ist der Polizei im Moment nichts bekannt. In den vergangenen Tagen ist alles ruhig geblieben, berichtet Verena de Angeli. Der Fund des Stacheldraht-Köders war der letzte besorgniserregende Vorfall.

Im WP-Gespräch hatten de Angeli und Lethaus erzählt, inklusive ihres geliebten Rudi seien in der Nachbarschaft in den letzten drei Jahren drei Hunde mit ähnlichen Symptomen und in zu jungen Jahren gestorben. Bei den ersten Fällen war aber keine Anzeige erstattet worden, so Polizeisprecher Röwekamp.

Damals war vielleicht ein mutmaßlicher Zusammenhang noch nicht gesehen worden.

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