Gegen Straße und Siedlung

Neue Bürgerinitiative in Schwitten wehrt sich gegen Baupläne

Die Siedlung Hinterm Garten ist erst zehn Jahre alt – hier ein Bild aus der Anfangszeit.

Die Siedlung Hinterm Garten ist erst zehn Jahre alt – hier ein Bild aus der Anfangszeit.

Foto: Julian Henning Heitmann

Menden.  Sie fürchten den Durchgangsverkehr: Anlieger in Schwitten wollen keinen Durchstich in ihre Siedlung – und erst recht keine neuen Häuser nebenan.

Die neue „Bürgerinitiative für ein verkehrsarmes Schwitten“ hat sich zum Ziel gesetzt, die geplante Öffnung der bisherigen Sackgasse „Hinterm Garten“ durch den heutigen provisorischen Fußweg zur Franz-Lehar-Straße zu verhindern. Der Grund: „Damit würde eine neue Abkürzung für den Straßenverkehr von und nach Fröndenberg geschaffen“, sagt Unternehmer Günter Kissing.

Schulweg bald Abkürzung?

Schon heute werde die Abkürzung durch die Schwitter Felder in Richtung Fröndenberg auch von Nichtanliegern aus dem Kreisen Unna, Hochsauerland und anderen genutzt. Während das Wohngebiet Hinterm Garten bislang ausschließlich Anliegerverkehr kennt, stehe nun zu befürchten, dass sich die Verkehrsströme in Schwitten, vor allem in Richtung B7 über die Achse Hinterm Garten/Franz-Lehar-Straße und Friedrichsstraße verlagern werden. Dieser Bereich sei indes ein viel genutzter Weg für Kita- und Schulkinder. „Dadurch wird diese Schulweg unsicher!“, heißt es in der Einladung zu einem ersten Treffen der neuen Bürgerinitiative.

Pferdewiese: 40 Häuser geplant

Doch nicht nur dagegen formiere sich jetzt Widerstand unter den Anwohnern in Schwitten: Auch die Planung des Investors projecta GmbH, auf dem als „Pferdewiese“ bekannten Areal neben dem Wohngebiet 40 neue Einfamilienhäuser entstehen zu lassen, sei den ansässigen Anliegern mehr als nur ein Dorn im Auge, erklärte Kissing. Denn auch damit werde der Anliegerverkehr zunehmen, erst recht, wenn man noch die künftigen Häuser an der Vogelrute hinzurechne.

Mittwoch ist Versammlung

Die BI lädt daher am kommenden Mittwoch um 18 Uhr ins Pfarrheim Schwitten zu einer öffentlichen Versammlung ein. Hier solle gemeinsam versucht werden, „eine für alle vertretbare Lösung zu finden“. Die betroffenen Anlieger werden aufgerufen, „das Handeln nicht der Politik, Investoren oder sonstigen Nutznießern zu überlassen“.

Initiative hat E-Mail

Anmerkungen können an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: buergerantrag-schwitten@web.de

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