Bildung

Neuer Planetenlehrpfad in der Waldemei

Der Planetenlehrpfad der Sternenfreunde Menden.

Foto: WP

Der Planetenlehrpfad der Sternenfreunde Menden. Foto: WP

Menden.   In der Waldemei kann man nun durchs Sonnensystem laufen. Die Sternenfreunde Menden, der Rotary Club und Dr. Björn Voss vom LWL-Planetarium in Münster haben einen Planetenweg in der Mendener Waldemei realisiert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sternenkundige berechnen die Wegstrecken in unserem Sonnensystem mit der Astronomischen Einheit (AE). Eine AE entspricht exakt 149.597.870.700 Metern. 0,336 AE, also genau 50,3 Millionen Kilometer weit, ist der Merkur von seinem Nachbarplaneten, der Venus entfernt. Keine Entfernung, die man bei einem Nachmittagsspaziergang auf sich nehmen wollen würde. Und deshalb haben die Sternenfreunde Menden, der Rotary Club und Dr. Björn Voss vom LWL-Planetarium in Münster, den Abstand zwischen den Himmelskörpern ein wenig minimiert.

Maßstab 1:2 Milliarden

Im Maßstab 1:2 Milliarden präsentierten die Ideengeber und Realisatoren des Planetenweges am Forsthaus Biggelebenstraße am Samstag den brandneuen Lehrpfad den rund 70 Gästen und Besuchern des Einweihungsrundganges. Quasi bis zur letzten Minute hatte man an den Stationen entlang der Strecke in der Waldemei gearbeitet. Erst am Freitagabend war dann mit dem großen Modell der Sonne das letzte Puzzlestück des Planetenweges an seinen vorgesehenen Platz gelangt.

Nicht ganz ohne Stolz in der Stimme empfing auch Dr. Björn Voss die Gäste und gab dem Publikum gleich noch einen nicht ganz unwichtigen Tipp mit auf den Weg. „Das Reisen durch das Modellsonnensystem ist je nach Gusto auch in Lichtgeschwindigkeit möglich“, bemerkte der Wissenschaftler augenzwinkernd mit Blick auf den gewählten Maßstab. Dass es nun durch das Engagement von vielen Beteiligten sowie der Unterstützung von Bürgermeister Volker Fleige gelungen ist, einen detaillierten Planetenweg in dieser Ausführung zu realisieren, veranlasste Werner Velte zudem, auch auf einige der Helfer einzugehen, die maßgeblich beim Feinschliff des Projektes mitwirkten.

NASA-Fotografien und Grafiken

So steuerte Grafikdesigner Robert Perdok zum Beispiel Illustrationen und Bilder für die Stelen bei, die sonst nur beschwerlich oder gar nicht aufzutreiben gewesen wären. Mit seiner Unterstützung konnte auf seltene NASA-Fotografien und Grafiken zurückgegriffen werden, die die zugleich kindgerechte und doch erwachsene Sprache auf den erklärenden Schildern illustrieren.

Die Texte richten sich vornehmlich an Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren, sind leicht verständlich und verzichten auf Verniedlichungen oder Peinlichkeiten. „Bildchen von Kindern in Kostümen oder sonstigen Kitsch haben wir außen vorgelassen, denn wir wollen informieren und dabei auch ernst genommen werden“, so Velte.

Auf einer Distanz von drei Kilometern erstreckt sich nun das Mini-Sonnensystem entlang des Waldweges. Als zusätzlichen Clou wurde der Beschilderung an den einzelnen Stationen noch ein interaktives Element zur Verwendung mit modernen Smartphones spendiert. Besucher, die die überall aufgedruckten Codes mit dem Mobiltelefon scannen, erhalten ohne Umschweife online weitere Informationen zu den jeweiligen Himmelskörpern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik