Gegen den Trend

Neues Jugendorchester spielt bei den Schützen in Oesbern

Frühlingskonzert der Schützenkapelle Oesbern in der Schützenhalle

Foto: Martina Dinslage

Frühlingskonzert der Schützenkapelle Oesbern in der Schützenhalle Foto: Martina Dinslage

Oesbern.   Eine Entwicklung gegen den Trend: Die Schützenkapelle in Oesbern hat ein neues Jugendorchester. Volle Hütte beim Konzert.

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Mehr als zweihundert Besucher hatten sich vom Frühlingskonzert der Schützenkapelle Oesbern am Samstagabend zu einem zweistündigen Konzert anlocken lassen. Die Mehrzweckhalle war von den Vereinsmitgliedern mit bunten, unter der Decke schwebenden Noten und mit Blumen liebevoll geschmückt worden. Wichtigste Neuerung: Es gibt wieder ein Jugendorchester.

Viel Spaß an der Gemeinschaft

„Wir waren schon als Kinder im Alter von sieben Jahren dabei“, erzählen die Geschwister Liane und Maren Lübke. Ihre Eltern Sonja und Andreas spielen auch im Orchester. Am Tenorsaxophon und am Schlagzeug geben sie ihr Bestes. Liane spielt Altsaxophon und Maren Klarinette und Querflöte. „Wir haben viel Spaß an der Musik und an der Orchestergemeinschaft“, sagt Liane. Bis die beiden richtig loslegen konnten, hat es allerdings etwas gedauert, denn zu Beginn der Musikerkarriere stand erst mal das Ausprobieren vieler Instrumente und dann jede Menge Übung.

„Wir haben wieder ein Jugendorchester, das ist unsere wichtigste Erneuerung neben den neuen Notenpultbehängen“, sagt der erste Vorsitzende Hermann Josef Schlünder in seiner Begrüßung und stellte die neuen, noch ganz jungen Musikerinnen und Musiker vor. Vier Mädchen und vier Jungen bilden die erste Gruppe. Die Kinder im Alter von neun bis zehn Jahren haben erst im vergangenen September mit dem Erlernen eines Instrumentes angefangen und im Januar zum ersten Mal geprobt. Die Kinder der zweiten Gruppe sind zwischen neun und 14 Jahren alt und verfügen schon über mehr Spielerfahrung. Die beiden Jugendgruppen eröffnen dann auch das Konzert mit einem kleinen musikalischen Reigen und zeigen mit dem London Bridge Duett, einem Marsch, Calypsoklängen und einer Melodie von Mozart ihr Können.

Dirigent zerreißt die Noten

Als dann Reinhold Felthaus die Treppe zum Dirigentenpult erklimmt und dem Stammorchester mit 40 Musikerinnen und Musikern die ersten Takte entlockt, gibt es stürmischen Beifall. Bei den Highlights aus dem Musical „Tanz der Vampire“ geht plötzlich das Licht aus, als Vampire verkleidete Kinder sausen durch das Publikum und verteilen weiße Schaummäuse. Beim „Marsch Konfetti“, einem Arrangement aus 30 verschiedenen Märschen, amüsieren witzige Showeinlagen, bei denen am Ende der Dirigent verzweifelt die Partitur zerreißt.

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