Schützenkönig

Niels Schöttler ist neuer König der St.-Hubertus-Schützen

Das neue Königspaar Jenny Effenberger und Niels Schöttler

Das neue Königspaar Jenny Effenberger und Niels Schöttler

Foto: Alexander Lück

Menden.  Niels Schöttler und Jenny Effenberger regieren die St.-Hubertus-Schützen. Laura Fehlberg ist Jungschützenkönigin.

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Der Schützennachwuchs drängt an die Macht. Niels Schöttler ist König von St. Hubertus Menden Nord. Er ist ansonsten Chef der Jungschützengruppe innerhalb der Bruderschaft.

Zwanzig nach sechs war es am frühen Montagabend an der Hubertushalle. 494 Schüsse hatte das hölzerne Federvieh auf der Vogelstange standgehalten. Dann aber krönte sich Niels Schöttler zum neuen Schützenkönig von St. Hubertus Menden Nord.

Lebenstraum erfüllt

Emotional bewegt von diesem Triumph zeigte sich nicht nur der Regent selber, sondern auch seine Freundin Jenny Effenberger. Denn diese wählte Schöttler natürlich zu seiner Königin. Seine Ambitionen an der Vogelstange konnte der 27-Jährige gut erklären. „Einmal Schützenkönig zu sein, ist ein Lebenstraum", berichtete er, als der Reigen der Gratulanten so langsam abgeebbt war. „Und in diesem Jahr passt es einfach perfekt in unsere Lebensplanung. Ich habe eine wunderbare Königin und einen ebenso tollen Hofstaat."

Als Jungschützenführer der Bruderschaft ist er gewissermaßen Chef des Nachwuchses bei St. Hubertus, mit dem Innenleben der Schützenfamilie und ihrem bunten Vereinsleben gut vertraut. Warum also hier König werden? Klare Antwort: „Weil das einfach der beste Verein von allen ist."Auch innerhalb des Bezirksverbandes Menden im Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften ist er für die Jungschützen engagiert. Im „richtigen Leben" ist Niels Schöttler Zerspanungsmechaniker und sucht in der Freizeit neben dem Schützenwesen bei einem anderen Hobby als Ausgleich Ruhe in der Natur. „Ich bin auch begeisterter Fliegenfischer", erzählte der neue Regent weiter. „Ob an der Hönne oder an der Ruhr."

An vorderster Front

Vielleicht wird für dieses Hobby in den kommenden zwölf Monaten nicht ganz so viel Zeit bleiben. Denn als König darf er mit Freundin Jenny zusammen die Bruderschaft nun an vorderster Front repräsentieren. Bei den eigenen Festen im Jahreskreis wie auch den befreundeten Schützen in Menden und Umgebung.

Dieses Privileg hatten Olaf und Corina Schiene als Königspaar im vergangenen Jahr. Ihre Amtszeit endete mit dem Vogelschießen am Montag. Olaf Schiene blickte zurück auf eine unvergessliches Regentschaft: „Es war ganz toll, auch dank eines super Hofstaates. Wir haben viele andere Feste besucht, dabei neue Freundschaft geknüpft und alte vertieft." Genauso zufrieden wie der König auf sein Regentschaftsjahr blickte am frühen Montagabend der Vorstand auf das nun langsam, aber sicher zu Ende gehende Fest zurück.

Tolle Tage habe man rund um die Hubertushalle feiern können, resümierte der Brudermeister Martin Kinz. Einziger kleiner Wermutstropfen: „Der Zapfenstreich am Samstagabend musste wegen des Regens in die Halle verlegt werden." Ansonsten: Daumen hoch für stimmungsvolle und gut besuchte Tage.

Dirk Klahold ist Kaiser

Bekanntlich feierte St. Hubertus Menden Nord ja seinen 70. Geburtstag. Fünf Jahre also vor dem nächsten richtig großen Jubiläum gab es jetzt zu diesem Anlass auch wieder ein Kaiserschießen. Und da war es am Sonntagabend, im Anschluss an den Festzug, Dirk Klahold, der die beste Treffsicherheit bewies. Alle noch lebenden Schützenkönige der Bruderschaft dürfen an diesem alle fünf Jahre stattfindenden Wettkampf teilnehmen. Die Verpflichtungen als Kaiser sind überschaubar, die Ehre aber trotzdem groß. Also waren es deutlich mehr als ein Dutzend Schützenbrüder, die nach dem Titel griffen. Und Dirk Klahold, König 2010/2011 und gerade frisch verheiratet, war am Ende der glückliche Sieger. Strahlen konnte am Montag schließlich auch noch Laura Fehlberg. Die 20-Jährige krönte sich zur Jungschützenkönigin.

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