Inklusion

Paul Ziemiak besucht Mendener Inklusionsbetrieb

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Martin Ossenberg, Christof Neuß und Christophe Hessling (von links) haben dem Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak (zweiter von rechts) Einblick in die Arbeit von Menden erstem Inklusionsbetrieb gegeben.

Martin Ossenberg, Christof Neuß und Christophe Hessling (von links) haben dem Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak (zweiter von rechts) Einblick in die Arbeit von Menden erstem Inklusionsbetrieb gegeben.

Foto: Diakonie Mark-Ruhr / WP

Menden.  Der Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak ist zu Besuch beim Mendener Inklusionsbetrieb Pro-Integration in der Hönnestadt und lobt die Arbeit.

Der Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak ist zu Besuch beim Mendener Inklusionsbetrieb Pro-Integration. „Der Inklusionsbetrieb leistet eine wichtige soziale Aufgabe, denn Arbeit ist mehr als nur Broterwerb. Hier werden die Stärken der Menschen gesehen und sie können sich sinnhaft einbringen“, lautet das positive Fazit des Bundestagsabgeordneten.

Der Mendener Betrieb gibt Menschen mit Behinderung die Möglichkeit auf einen festen Arbeitsplatz. Pro-Integration gehört zu den Iserlohner Werkstätten, allerdings mit einem wesentlichen Unterschied. Denn in Inklusionsbetrieben werden Menschen mit körperlich oder geistigen Einschränkungen, anders als in Werkstätten, Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt anbietet.

Gesellschaftlich wichtig

„Menschen eine Perspektive bieten ist ein gesellschaftlich wichtiges Anliegen, das die Diakonie Mark-Ruhr gut umsetzt“, lobt der Iserlohner Ziemiak. „Menschen in Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bringen“, ist unser Ziel betont Martin Ossenberg, Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten. Gemeinsam mit seinen Kollegen Christof Neuß und Christophe Hessling hat er dem Bundestagsabgeordneten zudem Einblick in die bürokratischen Herausforderungen verschafft, die mit einem solchen Betrieb einhergehen.

Am Standort Menden wird im Bereich der betrieblichen Montage gearbeitet, in Kooperation mit einem Mendener Unternehmen sollen hier insgesamt 36 Arbeitsplätze entstehen. Inklusionsbetriebe erhalten in der Regel für die Arbeitsplätze der Menschen mit Handicap eine öffentliche Unterstützung. Diese soll keine Wettbewerbsvorteile schaffen und dient auch nicht der Abdeckung unternehmerischer Risiken, sondern dem Ausgleich der betriebswirtschaftlichen Nachteile, die durch die besondere Zusammensetzung der Belegschaft entstehen. Die Lücke zwischen Markt und sozialer Arbeit wird letztlich durch die öffentliche Hand geschlossen. „Ein Prinzip, was sich in Deutschland bewährt hat und hier in Menden erstklassig funktioniert“, sagt Ziemiak.

Der Inklusionsbetrieb in der Hönne-Stadt richtet sich auch an die benachbarten Städte wie Balve, Fröndenberg, Neuenrade, Wickede und Neheim-Hüsten. Zu Beginn dieses Jahres berichtete die Westfalenpost bereits über die Fröndenbergerin Susanne Schmermbeck, die bei Pro-Integration begonnen hat zu arbeiten. Durch ihre Krebs-Erkrankung konnte sie zeitweise keiner Arbeit nachkommen und war lange arbeitslos. Durch die Chance, die sie in dem Mendener Inklusionsbetrieb erhalten hat, hat Susanne Schmermbeck neuen Mut geschöpft und endlich wieder eine Perspektive.

Aktuell gibt es nach wie vor freie Arbeitsplätze, auch für Menschen, die derzeit noch in einer Werkstatt arbeiten.

Wer mehr über den Mendener Inklusionsbetrieb erfahren möchte, kann sich telefonisch unter 02334/ 43870 sowie online im Internet unter www.prointegration-hagen.de informieren.

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