KÖLSCHE NACHT

Paveier-Sänger Sven Welter liebt Menden

Sven Welter (Mitte) pflegt eine besondere Beziehung zu Menden.

Foto: Manfred Esser

Sven Welter (Mitte) pflegt eine besondere Beziehung zu Menden. Foto: Manfred Esser

Menden/Köln.   Die Paveier gastieren am Freitag auf der Wilhelmshöhe. Sven Welter verrät vorab, welche Beziehung er zu Menden hat.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Paveier gehören beim Karnevalspop zum kölschen Dreigestirn der erfolgreichsten Bands. Am Freitag, 20 Uhr, tritt die Gaudi-Truppe, gemeinsam mit den jecken Kollegen von Cat Ballou und den lokalen Helden Pied Pipers bei der Kölschen Nacht auf der Wilhelmshöhe in Menden auf. Mit Sänger und Gitarrist Sven Welter sprach Jürgen Overkott übers Sauerland, Karneval und Weihnachten.

Ich habe die Paveier das erste Mal beim Abschied von WDR-Unterhaltungschef Siegmund Grewenig im Funkhaus am Wallrafplatz gehört. Welche Rolle spielt der Sender für die Band?

Sven Welter: Mit Siggi Grewenig hat uns eine Freundschaft verbunden. Aber wir ja jedes Jahr dabei, wenn der WDR die Weihnachtskonzerte aus dem Sendesaal übertragen hat. Sie sind immer sehr schnell ausverkauft, auch dieses Jahr wieder. Der WDR hat auch das Jubiläumskonzert zum 30-jährigen Bestehen der Paveier übertragen, sowohl radio- als auch fernsehmäßig. Von daher haben wir häufig Berührungspunkte mit dem WDR.

Die Band ist am Freitag außerhalb des Rheinlandes unterwegs, in Menden. Was treibt Euch ins Sauerland?

Mich verbindet mit dem Sauerland eine Vergangenheit. Ich habe früher in Menden sehr, sehr oft gespielt. Ich habe früher sogar öfter mal den Vormittag des Heiligen Abends in Menden verbracht, in der „Mühle“. Die Verbindung ist nie abgerissen, und irgendwann, ich glaube vor zwei, drei Jahren, kam die Idee auf, wie es denn wäre, wieder mal in Menden zu spielen – ich freue mich total darauf.

Auf der einen Seite gilt das Sauerland als Kontrastprogramm zum Rheinland. Auf der anderen Seite fühlen sich Mendener als Kölner des Herzens. Merkt man das bei Konzerten?

Wenn der Mendener einmal im Ansatz warm gelaufen ist, dann wird gefeiert – und zwar richtig. Das hat mir schon damals gefallen. Ich mag diesen Schlag Mensch einfach. Das ist eine Mischung aus Rheinländern und Ruhrpottlern, sehr nah und sehr direkt. Wenn sie Dich mögen, dann zeigen sie’s auch.

Ihr seid heute Abend – das heißt: Anfang Oktober – in der Stadt. Lauft Ihr Euch schon warm für den Karneval?

Alles was wir nach den Sommerferien machen, ist Vorbereitung auf den Karneval. Wir schreiben neue Lieder, nehmen sie auf. Aber: Wenn der Karneval im November los geht, proben wir parallel schon für die Weihnachtstour. Ende November geht die ausgiebige und intensive Weihnachtszeit los, in diesem Jahr 23 Weihnachtskonzerte. Wir machen also nicht die übliche Pause zwischen November und Januar, sondern wir spielen durch.

Okay, jetzt müssen wir uns etwas sortieren. Bleiben wir beim Karneval. Der neue Sessionshit ist fertig. Wie heißt er denn?

„Die Liebe auf den ersten Blick“.

Und die gibt es?

Selbstverständlich.

Sie sagen das so leichthin.

Es gibt die Liebe auf den ersten Blick im romantischen Sinne, aber auch wenn man sich kennenlernt und ein bisschen verliebt ist. Das männliche Geschlecht versucht das weibliche Geschlecht ja manchmal auch für eine kurzweilige Geschichte zu begeistern.

Das soll es im Karneval öfter geben, wie ich höre.

Ich halte das für ein Gerücht.

Okay, zum Lied: Ist das eher was für den Engkörperkontakt oder eher was für den Disco-Fox?

Na ja. Disco-Fox ist ja nicht so unser Ding, aber das Lied geht auf jeden Fall in die Party-Richtung.

Gut, Kontrastprogramm. Wenn es bei Aldi schon Christstollen gibt, können wir auch über Weihnachten reden. Arbeitet Ihr am Heiligen Abend?

Nein. Wir haben alle Familie. Eine kleine Pause braucht man schon. Der Karneval geht nach Weihnachten ziemlich schnell zur Sache. Im Karneval verabschieden wir uns ja für knapp sechs Wochen von unseren Familien. Wir spielen 200 Auftritte. Also, unsere Weihnachtstour endet am siebzehnten Zwölften. Dann gehen wir Geschenke kaufen, feiern mit unseren Familien, und danach geht’s ab in den Karneval.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik