Kabel-Umstellung

Probleme bei großangelegtem Kabelanbieter-Wechsel

500 Haushalte in Menden wurden umgestellt. Bei den wenigsten reichte jedoch im Anschluss ein Sendesuchlauf aus.

Foto: Jens Büttner/dpa

500 Haushalte in Menden wurden umgestellt. Bei den wenigsten reichte jedoch im Anschluss ein Sendesuchlauf aus. Foto: Jens Büttner/dpa

Menden.   500 Haushalte in Menden umgestellt. 30 Kunden haben anschließend kein Fernsehbild mehr. Sender durcheinander gebracht.

Das war ein technischer Kraftakt. Die Umstellung im Kabelnetz für mehr als 500 heimische Haushalte im Bereich Hönne-Insel und Liethen ist nunmehr vollzogen. Der Wechsel vom heimischen Telekommunikations-Unternehmen Telemark auf den bundesweiten Anbieter Unitymedia hat jedoch für etliche Mendener Probleme mit sich gebracht.

Reibungslos lief es zum Ende der Herbstferien vor allem für die diejenigen, die über vergleichsweise neue Fernseher und/oder entsprechende Digitalreceiver verfügen. Telemark Technikchef Theodor Wergen: „Da hat dann meistens ein Sendersuchlauf gereicht.“

Noch am Freitag hat die Telemark eine lange Liste von Kunden abzuarbeiten, die sich hilflos an die Mitarbeiter der Stadtwerketochter gewandt hatten: „Wir haben kein Bild mehr.“

Theodor Wergen: „Wir haben geholfen, wo wir konnten.“ Was jedoch auch hieß: Nicht alle der 30 Anrufer, die allein am Freitag vorgesprochen hatten, konnten unmittelbar besucht werden. „Mancher kam einfach nicht mit der Technik zurecht“, waren es vor allem alleinstehende ältere Mendener, die ab Ende vergangener Woche dann kein Kabel-Fernsehbild und keinen -Radioton mehr hatten.

Modernere Geräte zeigten nach Umstellung unmittelbar an, dass unbedingt ein Sendersuchlauf gestartet werden muss. In der Suchmaske war bereits zu erkennen, dass Unitymedia der neue Kabelnetzbetreiber ist.

Favoritenlisten gelöscht

Doch selbst diejenigen, die alle technischen Hürden gemeistert hatten, kamen nicht umhin, weitere Zeit zu investieren. Denn mit der Umstellung waren auch alle persönlich angelegten Favoritenlisten nicht mehr vorhanden. Auch die Reihenfolge der eingespeisten Fernseh- und Hörfunksender war eine komplett andere.

Im Zuge der Umstellung waren auch Unitymedia-Mitarbeiter unterwegs, um für weitere Produkte des Unternehmens zu werben. Die Telemark betont jedoch: „Persönliche Daten von unseren Kunden haben wir natürlich nicht weitergegeben.“ Öffentlich einsehbar seien jedoch die Versorgungsgebiete als solche gewesen.

Unitymedia machte in zahlreichen Haushalten Angebote zu schnelleren Internetverbindungen, auch bezüglich der Hardware. Für Nicht-Wechselwillige Mendener hat sich, laut Telemark, jedoch nichts geändert.

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