Sexuelle Belästigung

Radfahrer belästigt Frauen: Polizei geht von zwei Tätern aus

Die Polizei geht bei den beiden Taten von unterschiedlichen Tätern aus.

Die Polizei geht bei den beiden Taten von unterschiedlichen Tätern aus.

Foto: Hendrik Schulz / WP

Menden.  Innerhalb von drei Tagen sind zwei Frauen in Menden von einem Radfahrer sexuell belästigt worden. Die Polizei geht von zwei Tätern aus.

Zwei junge Frauen sind binnen einer Woche in Menden von Radfahrern angesprochen, belästigt und am Gesäß angefasst worden. Die Polizei geht aber davon aus, dass die beiden Delikten nicht von ein und demselben Täter begangen wurden. Bislang sind auch noch keine weiteren Fälle aus Menden bei der Polizei angezeigt worden.

Am Pfingstdienstag war eine 15-jährige Radfahrerin in Bösperde auf diese Weise sexuell belästigt worden (WP berichtete). Erst als sie dem Täter mit der Polizei drohte, ließ er von ihr ab. Drei Tage später war es eine 22-jährige Joggerin, der ein Radfahrer auf Höhe der Straße Am Vogelsang erst eine Zeit lang folgte, dann schlug er ihr auf das Gesäß.

„Wir gehen nicht davon aus, dass es sich um denselben Täter handelt, weil die Beschreibungen unterschiedlich sind“, erklärt Polizeisprecher Christof Hüls auf Westfalenpost-Nachfrage. Zwar hätten beide Frauen „dunkle Haare und dunkle Augen“ als Täterbeschreibung angegeben. Doch schätzte die jugendliche Radfahrerin das Alter des Täters auf 14 bis 16 Jahre, während die Joggerin angab, dass der Mann, der sie belästigt hatte, 18 oder 19 Jahre alt sei.

Ein Nutzer der WP-Facebookseite erwähnte in einem Kommentar, dass auch seine Tochter an Pfingsten längere Zeit von einem Radfahrer verfolgt worden sein soll, der sie in ein Gespräch verwickelt habe. Dieser Fall sei bislang nicht angezeigt worden, erklärt die Polizei.

Schreie können helfen

Auf die Frage, wie in so einer Situation richtig zu handeln ist, verweist der Polizeisprecher auf ein Schreiben mit Präventionshinweisen. „Erstatten Sie in jedem Fall Strafanzeige bei der Polizei“, heißt es dort. Zudem wird dort empfohlen zu schreien: „Fassen Sie mich nicht an!“ oder „Ich werde überfallen!“

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