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Realschule Menden: Für 161 Familien geht das Bangen weiter

Wer darf hier zur Realschule gehen, wer nicht? Der Ball liegt jetzt im Feld derBezirksregierung in Arnsberg. Foto, Archiv:Martina Dinslage

Wer darf hier zur Realschule gehen, wer nicht? Der Ball liegt jetzt im Feld derBezirksregierung in Arnsberg. Foto, Archiv:Martina Dinslage

Menden.   Dürfen 161 angemeldeten Kinder an der Realschule aufgenommen werden? Nach Gespräch in Arnsberg erwartet die Stadt den Bescheid der Schulbehörde.

Das mit Spannung erwartete Gespräch der Mendener Schulverwaltung mit der Bezirksregierung Arnsberg um die Zukunft von 161 angemeldeten künftigen RSM-Schülern hat stattgefunden – aber noch kein endgültiges Ergebnis erbracht. Ulrich Menge, Leiter des Teams Schule, Sport, Soziales im Rathaus, erwartet die Entscheidung der Aufsichtsbehörde als offiziellen Bescheid in den kommenden Tagen, wie er der WP auf Anfrage erklärte. „Wir haben in Arnsberg unsere Auffassung vorgebracht und die Bezirksregierung ihre Auffassung.“ Damit geht für alle angemeldeten Kinder und deren Eltern das Bangen um den erhofften Platz an der Realschule Menden vorläufig weiter.

Vier, fünf oder sechs Züge?

Zur Erinnerung: Die Realschule wird als in Arnsberg grundsätzlich als vierzügig geführt, darf also pro Jahr nur vier neue Klassen aufnehmen – bei einer Kinderzahl pro Klasse von höchstens 30 wären das maximal 120 Schüler. Angesichts der höheren Anmeldezahlen der letzten Jahre will der Rat der Stadt Menden erreichen, dass die RSM künftig fünfzügig läuft. Im kommenden Schuljahr soll sie sogar alle angemeldeten Kinder in insgesamt sechs Klassen aufnehmen, um dem Elternwillen Genüge zu tun. Die Ratspolitiker beschlossen, der Stadtverwaltung das mit auf den Weg zu geben, obwohl die Schulaufsicht in Arnsberg zuvor aus ihren Bedenken gegen die sechs Eingangsklassen kein Hehl gemacht hatte. Beides wird die Bezirksregierung mit ihrem Bescheid entscheiden.

Klageweg für Stadt ausgeschlossen

Im somit denkbaren Fall, dass Arnsberg Nein sagt zu den sechs Klassen, hätte die Stadt als Schulträger keine Handhabe mehr – ein Klageweg sei ausgeschlossen, erklärte Pressesprecher Johannes Ehrlich: „Wir sind dann am Ende unserer Möglichkeiten.“

Laut Ulrich Menge müsste die Realschule dann die überzähligen angemeldeten Kinder offiziell abweisen. Deren Eltern wiederum müssten ihre Kinder an einer anderen Schule anmelden, wofür in Menden die benachbarte Gesamtschule oder wahlweise eine Real- oder Gesamtschule einer Nachbarstadt in Frage kämen.

Am Ende entscheidet das Los

Die Auswahl-Kriterien dafür, welche der angemeldeten Schülerinnen und Schüler auf seine Wunschschule gehen darf und welches nicht, zeigen letztlich: Es könnte noch fast jedes der 161 angemeldeten Kinder treffen. „Zu beachten ist dabei das ausgewogene Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen sowie Kinder unterschiedlicher Muttersprache, die Länge des Schulweges und die Nähe zur zuletzt besuchten Grundschule“, erklärt Menge das Verfahren. Die letzten beiden Punkte könnten zu Ausschlusskriterien für Kinder aus Hemer und Iserlohn werden, die unter den angemeldeten für die Realschule Menden sind.

Und: Falls dann noch nicht für alle Kinder Klarheit herrscht, würde tatsächlich das Los entscheiden.

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