Unternehmen verkauft

Rostek: Mit Investor auf Weltmarkt

Mit dem nötigen Kleingeld soll es für den Mendener Hersteller Ewald Rostek verstärkt auf internationale Märkte gehen. Für frisches Kapital sorgt laut Geschäftsführer Peter Rostek eine Holding aus Luxemburg. 

Foto: Martina Dinslage

Mit dem nötigen Kleingeld soll es für den Mendener Hersteller Ewald Rostek verstärkt auf internationale Märkte gehen. Für frisches Kapital sorgt laut Geschäftsführer Peter Rostek eine Holding aus Luxemburg.  Foto: Martina Dinslage

Menden.   Das Mendener Unternehmen Ewald Rostek ist an eine Holding aus Luxemburg verkauft worden. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Die Firma Ewald Rostek GmbH Oberflächentechnik ist an eine Holding aus Luxemburg verkauft worden. Das bestätigte der nunmehr angestellte Geschäftsführer Peter Rostek auf Anfrage der WP. Mit der Veräußerung und dem frischen Kapital wolle das Mendener Traditionsunternehmen, das an der Max-Eyth-Straße vor allem Münz-Rohlinge herstellt, dauerhaft auf Expansionskurs gehen. „Dabei bleiben alle Mitarbeiter an Bord“, versichert Peter Rostek.

Mit dem frischen Kapital setze der Betrieb nachhaltig auf Wachstum. Denn als Hersteller habe man „das große Potenzial im Exportgeschäft von Münzronden erkannt“, erläuterte Rostek weiter. Der Hintergrund: Wegen der hohen Metallpreise setzten immer mehr Zentralbanken beim Kleingeld auf galvanisch veredelte Stahlronden statt auf hochpreisige Kupferwerkstoffe. Genau in dieser galvanischen Beschichtung liege indes die Kernkompetenz des Mendener Unternehmens, das auch unter dem neuen Eigentümer seinen in der Branche wohlbekannten Namen weiterführen werde.

Keine „Heuschrecke"

Künftig wolle man auch den großen und wachsenden Exportmärkten und den damit verbundenen Anforderungen gerecht werden: Rostek wolle sich auch an internationalen Ausschreibungen beteiligen, und dazu sei man nun in der Lage, kündigte Peter Rostek an.

Die neuen Eigentümer wollten zwar öffentlich nicht genannt werden, fallen laut Rostek aber keinesfalls in die gefürchtete „Heuschrecken-Kategorie“. Dieser von Ex-Vizekanzler Franz Müntefering geprägte Begriff beschreibt Finanzinvestoren, die mit Käufen und Verkäufen von Firmen schnelles Geld machen wollen, ohne die Entwicklung der Betriebe voranzubringen.

Laut Peter Rostek ist dagegen mit den Luxemburgern vereinbart, dass die Geschäftsführung künftig allein bei ihm liegen und der Betrieb komplett eigenständig bleiben werde. Zuletzt hatte Peter Rostek das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vetter Ewald geführt. Die Zahl der gut 80 Arbeitsplätze am Standort Max-Eyth-Straße solle indes nicht nur gehalten, sondern auf Dauer ausgebaut werden.

Auch über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Peter Rostek. Angesichts der Kleingeldherstellung setzte er an dieser Stelle indes schmunzelnd hinzu: „Es ging da nicht nur um einen Euro.“

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