Ungewöhnliche pläne

Schmelzwerk-Disco könnte im Grünen liegen

Hermann Niehaves (links), Organisator von „Menden à la Carte“, setzte sich beim jüngsten IMW-Dankeschön-Abend im Schmelzwerk

Hermann Niehaves (links), Organisator von „Menden à la Carte“, setzte sich beim jüngsten IMW-Dankeschön-Abend im Schmelzwerk

Foto: Martina Dinslage

Menden.   Aus der „Event Factory“ Schmelzwerk könnte eine Disco im Park werden, wenn sich ein Vorschlag der Verwaltung durchsetzt.

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Viele Musikfreunde, zu denen sich zuletzt auch Hermann Niehaves vom Initiativkreis Mendener Wirtschaft (IMW) gesellte, wollen das Schmelzwerk an der Unteren Promenade als Veranstaltungshalle erhalten sehen. Die „Event-Factory“ beherbergt neben dem Bringhof der Stadt Mendens einzige Großdisco. Künftig könnte das von außen hässliche Gebäude von einer Park-Anlage umsäumt werden. Diesen Park an der Hönne einzurichten, schlägt jetzt jedenfalls die Stadt vor – als Überflutungsbereich bei Hochwasser, der auch in Kombination mit der Feier-Fabrik denkbar sein soll.

Die Verwaltung antwortet damit auf einen Antrag der Jungen Union auf „Erhalt des Schmelzwerkes als Event-Location“ sowie auf die Prüfung von Fördermöglichkeiten für Investitionen. Letztere ergeben sich über den „Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung“, kurz AAV. Dieser Verband könnte nach einem städtischen Projektantrag auf Sanierung und Nachnutzung des Schmelzwerk-Geländes die fällige Altlasten-Entsorgung massiv fördern. Bedingung des AAV: Die Stadt müsste vorher ihre geplante Folgenutzung darstellen. Denn eine Altlasten-Sanierung erfolge „generell nutzungsbezogen“.

Hochwasser-Untersuchung abzuwarten

Die Verwaltung hatte dem Bauausschuss, der das Thema am Donnerstag ab 17 Uhr im Ratssaal berät, im letzten Jahr verschiedene denkbare Folgenutzungen für den Standort aufgezeigt. Bisher aber habe sich für keine dieser Ideen ein konkreter Bedarf ergeben, auch seien Nachfragen an die Stadt ausgeblieben. Daher empfiehlt die Verwaltung jetzt die Gestaltung als Parkanlage zur Hochwasser-Entlastung der gefährdeten Bereiche Kaiser-/Daimlerstraße und Fröndenberger Straße.

Dies müsse genau untersucht, die Ergebnisse abgewartet werden. Und: Grundsätzlich sei zu überlegen, ob die neuen Nutzungen „anstatt oder in Kombination mit den bestehenden geplant werden sollen“.

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