Corona-Hotspot Menden

Schröder wird als Bürgermeister sofort zum Krisenmanager

Roland Schröder ist ab dem 1. November neuer Bürgermeister von Menden. Der 56-Jährige gewann mit 74,5 Prozent in der Stichwahl.

Roland Schröder ist ab dem 1. November neuer Bürgermeister von Menden. Der 56-Jährige gewann mit 74,5 Prozent in der Stichwahl.

Foto: Thomas Nitsche / WP

Menden.  Roland Schröders Amtsantritt als Bürgermeister in Menden fällt mitten in die Corona-Krise. Der 57-Jährige will, dass die Stadt aktiv handelt.

Der neue Bürgermeister Roland Schröder wird direkt zum Start seiner Amtszeit am 2. November auch als Corona-Krisenmanager gefragt sein. Diese Rolle nehme er an, sagt der 57-Jährige im Gespräch mit der Redaktion. Er wolle vor allem, dass die Stadt deutlich mehr aktives Handeln zeigt. Schröder erklärt, was die neue Situation für sein 100-Tage-Programm heißt.

„Ich mache mir jetzt schon viele Gedanken“, sagt Schröder. „Ich will am ersten Amtstag sofort richtig loslegen können.“ Der künftige Bürgermeister hatte in den vergangenen Tagen schon reichlich Gespräche im Rathaus geführt. Schröder kündigt bereits an, dass Melanie Bähr aus der Finanzverwaltung künftig das Bürgermeisterbüro leiten wird. Es werde weitere Personalveränderungen im Rathaus geben.

Schröder wird als Bürgermeister zum Leiter des Lokalen Krisenstabs

„Wir werden mehr auf die Corona-Situation reagieren und den Krisenmodus verstärken“, sagt Schröder. „Von unseren Entscheidungen sind Leben abhängig.“ Er kündigt an: „Ich werde ganz vorne mit dabei sein, gemeinsam im Verwaltungsvorstand mit Uwe Siemonsmeier und Sebastian Arlt.“

Schröder leitet in seiner Funktion als Bürgermeister vom ersten Moment an den lokalen Krisenstab. Der sogenannte Stab für außergewöhnliche Ereignisse soll jetzt wieder regelmäßig zusammenkommen. Er koordiniert zusätzlich zu den Maßnahmen beim Land und beim Kreis die Situation auf lokaler Ebene. Das Gremium legt ordnungsrechtliche Verfügungen fest.

Digitales Versprechen für die Antrittsrede als Bürgermeister

Fraglich ist derzeit auch noch, wie der Start in die neue Stadtratsperiode aussehen wird. Nach derzeitigem Stand wäre die konstituierende Sitzung des Stadtrates mit stark eingeschränkter Besucherzahl auf der Wilhelmshöhe möglich. „Sollte sich die Situation weiter verschlimmern, müssen wir auch das hinterfragen.“

Schröder kündigt an, dass er seine Antrittsrede im Internet übertragen will, um sie so möglichst vielen Bürgern zugänglich machen zu können. „Ich denke, dass wir das technisch hinbekommen.“ Gleichzeitig stelle er zu seinem großen Bedauern eigene Vor-Ort-Termine jetzt in den Hintergrund um Kontakte zu reduzieren.

Was heißt die erneut verschärfte Situation für Schröders angekündigtes 100-Tage-Programm? Bleibt dafür überhaupt noch Zeit? „Ich werde versuchen, beides zu meistern“, sagt Schröder und verspricht: „Ich werde meine Ankündigung auch so wahrmachen.“

Amtszeit beginnt am 1. November um 0 Uhr. Einführung am 3. November

Schröders Amtszeit beginnt am 1. November um 0 Uhr. Tatsächlicher Amtsantritt ist am Montag, 2. November. Die offizielle Amtseinführung ist im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Stadtrates am 3. November geplant. Schröder hatte die Stichwahl um das Bürgermeisteramt am 27. September mit 74,5 Prozent der Stimmen gegen den Ersten Beigeordneten Sebastian Arlt (CDU) gewonnen. Noch bis zur kommenden Woche nimmt Schröder parallel Termine an der Uni wahr.

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