WP-Serie zur Ausbildung

Service als der Weg zum Glück

Während ihrer Ausbildung gehören für die 19-Jährige Janina Hohl Kundengespräche, aber auch Präsenztage in der Werkstatt zum Alltag.

Foto: Mareike Glasmeyer-Sehr

Während ihrer Ausbildung gehören für die 19-Jährige Janina Hohl Kundengespräche, aber auch Präsenztage in der Werkstatt zum Alltag.

Menden.   Carl-Jannik Juckel und Janina Hohl haben ein Faible für Autos und machen ihre Ausbildung im Autohaus Rosier. Die Übernahmechancen stehen gut

Janina Hohl und Carl-Jannik Juckel haben ein Faible für Autos: Beide befinden sich derzeit in Ausbildung beim Autohaus Rosier in Menden: Janina Hohl als Automobilkauffrau und Carl-Jannik Juckel als Nutzfahrzeug-Mechatroniker.

In diesem Jahr sind es 17 Auszubildende in Menden und Hemer. Der 20-Jährige Carl-Jannik Juckel aus Nachrodt-Wiblingwerde stammt aus einer waschechten Schrauberfamilie. „Bei Ausbildungsbeginn sind Vorkenntnisse im Automobilbereich gut, aber man lernt auch so viel Neues hinzu“, weiß Juckel, „Der Job ist eigentlich für jeden geeignet. Nur Lust darauf sollte man haben. Und natürlich kann man hinterher auch am eigenen Wagen mal etwas machen.“

Weitere nützliche Eigenschaften nennt Personalleiter Andreas Jaeger: „In diesem Job ist die umfangreiche Beratung der Menschen wichtig, ein Verständnis für Elektronik und Digitales sollte vorhanden sein sowie ein gewerbliches Interesse an Autos.“ Für Carl-Jannik Juckel ist es aber viel mehr als das: „Ich muss schrauben – sonst bin ich nicht glücklich.“

„Bewerbungsmappe mitbringen“

Für die Mendener Ausbildungsbörse hat Andreas Jaeger noch ein paar Empfehlungen parat: „Die Schüler sollten sich im Vorfeld schon informieren und sich ihrer Sache dann sicher sein. Wer dann vor Ort und durch ein gutes Gespräch in Erinnerung bleibt, der hat auch bei der Bewerbung höhere Chancen. Die Unterlagen können auch gerne direkt zur Messe mitgebracht werden.“

Die Chancen einer Übernahme stehen bei Rosier generell gut, so wurden alle Auszubildenden Anfang 2018 übernommen oder haben ein Übernahmeangebot erhalten. „Personalbedarf haben wir immer“, so Jaeger, „und wir bieten einen sicheren Arbeitsplatz und mit entsprechender Leistung eine Übernahmegarantie.“

Vier Abteilungen durchlaufen

Die 19-Jährige Janina Hohl hat bisher vier Abteilungen durchlaufen, wobei ihr der Verkauf und die Fahrzeug-Disposition sehr gut gefallen haben. Nach der Ausbildung hat sie dann die Möglichkeit, in Richtung Dispo, Controlling, Buchhaltung oder Personalwesen weiterzugehen. Als wichtige Eigenschaften für den Job nennt sie ebenfalls Lust auf die Arbeit zu haben und mit Spaß und Freude dabei zu sein. Eine Einstellung, die auch Personalleiter Jaeger schätzt. „Für uns ist es wichtig, dass sich die Auszubildenden bewusst für uns entscheiden und ihre Arbeit nicht nur als ‚Job‘ ansehen. Mittlerweile fragen die Interessenten uns aber auch schon, was wir ihnen bieten können.“ Daran sehe man, dass der Anspruch auf beiden Seiten wächst. „Jeder Azubi hat es über die Jahre selber in der Hand, sich hervorzutun oder sich auszuzeichnen“, sagt Jaeger.

Im Bereich Werkstatt sind nach wie vor nur wenige weibliche Auszubildende anzutreffen. Die erste Frau trat im Jahr 2008 ihre Ausbildung in der Lackiererei an. „Seitdem sind es zwar wenige Frauen geblieben, aber dafür in konstanter Anzahl“, sagt Jaeger. Praktikanten sind bei Rosier gerne gesehen. „Wir sehen ein Praktikum als einen dicken Pluspunkt an, denn als Auszubildender weiß man dann schon, was einen erwartet.“

Mit dem Ausbildungsvertrag in der Tasche nehmen die jungen Erwachsenen an den Rosier-Kennenlerntagen teil. Arbeitssicherheit und Teambuilding stehen im Mittelpunkt, aber auch der korrekte Umgang mit schwierigen Kunden wird geschult. „Das ist auch noch immer eine Sorge unter den Azubis, wie man sich beispielsweise verhalten soll, wenn ein Kunde unzufrieden ist“, sagt Jaeger.

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