Rodenburg

Stadt Menden repariert zerstörten Bogen der Rodenburg

Die Schäden an der Rodenburg in Menden sind repariert worden - hier der im vergangenen Jahr zerstörte Torbogen.

Die Schäden an der Rodenburg in Menden sind repariert worden - hier der im vergangenen Jahr zerstörte Torbogen.

Foto: Antonius Fricke

Menden.   Der Torbogen der Rodenburg war im Mai vergangenen Jahres mit brachialer Gewalt nahezu zerstört worden. Jetzt hat ihn die Stadt reparieren lassen.

Mit brachialer Gewalt war im Mai vergangenen Jahres der Torbogen der Rodenburg nahezu zerstört worden. Ein Mendener Unternehmen hat jetzt den Schaden im Auftrag des städtischen Immobilienservice Menden (ISM) repariert. „Das ist eine sehr schöne Sache“, freut sich Mendens ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger Antonius Fricke. Auch weitere Schäden im Mauerwerk wurden ausgebessert. „Das, was kaputt gemacht wurde, ist repariert worden“, erklärt Stadtsprecher Johannes Ehrlich auf Nachfrage der WP.

Das Ergebnis blinder Zerstörungswut hatte im vergangenen Jahr eine Diskussion ausgelöst. Antonius Fricke kritisierte, dass die Ruine der ehemaligen Rodenburg zunehmend verfalle, zur Erhaltung der baulichen Substanz sei „seit mindestens 20 Jahren“ nichts geschehen. Der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger schlug vor, die Burgruine wieder zuzuschütten. „Damit bleibt wenigstens von der Erde geschützt dieser Teil erhalten“, resignierte er damals und verwies gleichzeitig auf die geschichtliche Bedeutung der Rodenburg. Sie sei Mendens ältestes und wichtigstes Bodendenkmal. Zeitgleich kam dann die gute Nachricht: Die Stadt wird die von Vandalen heimgesuchte Rodenburg-Ruine wieder herrichten lassen, der Auftrag ist erteilt, die Summe von weniger als 5000 Euro soll aus dem Stadthaushalt bestritten werden. Dass mit der Reparatur erst Monate nach der Zerstörung begonnen werden konnte, lag letztendlich an den Schwierigkeiten, überhaupt einen Handwerker dafür zu finden.

Reparaturarbeiten an der Rodenburg. Foto: Antonius Fricke Erhalt bleibt „Daueraufgabe“

Für die Reparatur des historischen Mauerwerks wurde überwiegend vorhandenes Bruchmaterial genutzt. Nach Abschluss der Arbeiten sollen auch alle Absperrungen, die zur Sicherheit aufgestellt worden waren, wieder abgebaut werden. Für Antonius Fricke bleibt der Erhalt der Ruine eine „Daueraufgabe“. Es entwickelten sich bereits wieder kleinere Mauerschäden. Stadtsprecher Ehrlich sagt zu, dass die Stadt ein Auge auf die Rodenburg haben werde. „Der Erhalt von Ruinen ist nun einmal immer wieder aufwändig“, betont Bodendenkmalpfleger Fricke. Er hoffe nun aber vor allem, „dass nicht wieder Vandalismusschäden erfolgen.“

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