Kultur

Stadt Menden vergibt wieder einen Kunstpreis

Skulptur am Hexenteich von Mile Prerad. Der Mendener Künstler wurde 1987 Kunstpreisträger der Stadt. Danach gab es keine Nachfolger mehr.

Skulptur am Hexenteich von Mile Prerad. Der Mendener Künstler wurde 1987 Kunstpreisträger der Stadt. Danach gab es keine Nachfolger mehr.

Foto: Martina Dinslage

Menden.   31 Jahre nach der letzten Verleihung gibt es bald neue Kunstpreisträger in Menden.

Der Weg ist bereitet: Der Mendener Kulturausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Stadt Menden ab sofort wieder in besonderer Weise Kulturschaffende ehrt. Fraglich ist aber, ob es bereits im kommenden Jahr einen Kunstpreisträger geben wird. Zuletzt ist diesbezüglich vor 31 Jahren eine Ehrung erfolgt – und danach politisch fast in Vergessenheit geraten.

Der Auftrag ist klar umrissen

Wie geht es jetzt weiter? Die Kulturverwaltung hat einen klar umrissenen Auftrag zu erfüllen: Bis zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses sollen Vergabe-Richtlinien erstellt werden, über die am 20. März 2019 abgestimmt werden könnte. Ein Bestandteil wird definitiv der Zeitraum sein, in dem künftige Preisträger geehrt werden sollen. Matthias Eggers, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion: „Aus unserer Sicht könnte das durchaus jährlich geschehen.“ Denn an preiswürdigen Persönlichkeiten bestehe kein Mangel. Das jedoch kann in der Kulturverwaltung wohl kaum geleistet werden. Leiter Michael Roth verweist darauf, dass es angesichts einer aktuell sehr hoher Arbeitsbelastung kaum leistbar sei. Somit spricht viel dafür, dass es zu einem Zwei-Jahre-Zyklus kommen wird.

Fünf Kunstpreisträger der Stadt gibt es: Der vor wenigen Monaten verstorbene Hubert Spierling im Jahr 1977. Im Jahr 1982 zeichnete die Stadt Dr. Franz Damaris (†) aus. Drei Ehrungen gab es im Jahr 1987, als Barbara Schmidt, Gisbert Reich und Mile Prerad zu Kunstpreisträgern ernannt wurden.

Im Jahr 1992 erfolgte innerhalb des Kulturausschusses eine Grundsatzdiskussion über die Vergabekriterien und einen Dreijahresrhythmus. Zu einer Entscheidung kam es nicht. Wohl aber im Jahr 1993 zum Beschluss, den städtischen Kunstpreis abzuschaffen.

Der derzeit handelnden Politik sozusagen auf die Sprünge geholfen hat Norbert Peschel, als er am 17. April 2018 einen Bürgerantrag zum Thema gestellt hatte. Die Politik zeigte sich in allen Fraktionen sofort sehr angetan. Somit kam es in rekordverdächtig schneller Zeit zum positiven Entscheid für einen Bürgerantrag.

Sport dienst als Orientierung

Norbert Peschel zeigte sich direkt Nachgang der Sitzung auf WP-Nachfrage sehr zufrieden: „Die Kunstpreisvergabe ist ein wichtiges Zeichen. Daher freue ich mich sehr, dass ich einen Anstoß geben durfte.“

Peschel, aber auch die Kulturpolitiker orientieren sich durchaus auch am Sport in Menden: „Da werden ebenfalls regelmäßig Preise vergeben. Im Kulturbereich gibt es viele Persönlichkeiten, die man auszeichnen sollte.“

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