Beschluss

Stadtrat: Realschule Menden soll 161 Kinder aufnehmen dürfen

Wie viele Kinder darf die Realschule Menden im Sommer aufnehmen? In der kommenden Woche reist die Mendener Schulverwaltung nach Arnsberg, die danach entscheidet. Wann genau, ist noch unklar. Foto, Archiv: Martina Dinslage

Wie viele Kinder darf die Realschule Menden im Sommer aufnehmen? In der kommenden Woche reist die Mendener Schulverwaltung nach Arnsberg, die danach entscheidet. Wann genau, ist noch unklar. Foto, Archiv: Martina Dinslage

Menden.   Klarer Auftrag an die Stadtverwaltung für Gespräch in Arnsberg nächste Woche. Doch dort droht jetzt die Konfrontation – mit ungewissem Ausgang.

Die Realschule Menden soll im kommenden Schuljahr sechs neue Klassen aufnehmen dürfen – und ab dem Schuljahr 2020/21 dauerhaft fünfzügig statt vierzügig sein. Den Auftrag, dafür eine Genehmigung von der Bezirksregierung in Arnsberg einzuholen, hat der Rat am Abend der Stadtverwaltung erteilt.

Das Gespräch soll in der nächsten Woche stattfinden – dabei droht, wie berichtet, jetzt eine Konfrontation. Denn die Bezirksregierung will ungeachtet der 161 Anmeldungen für die Realschule dort nur fünf Klassen mit Neuzugängen zulassen. Bei einer Klassenstärke von je 30 Kindern wären somit elf Kinder überzählig. Sie sollen laut der Arnsberger Schulbehörde stattdessen zur benachbarten Gesamtschule gehen.

CDU: Schule hätte genügend Platz

Das aber würde laut dem Mendener Schulausschuss-Vorsitzenden Peter Maywald (CDU) dem Elternwillen widersprechen. Und: „Weil im Sommer sechs Klassen die Realschule verlassen, ist genügend Platz für alle neuen Kinder da.“

Mirko Kruschinski (SPD) hieb in dieselbe Kerbe: „Es kann nicht sein, dass die weiterführende Schule für mindestens elf Kinder mit einer Enttäuschung beginnt.“ Das Argument der Bezirksregierung, wonach die Gesamtschule denselben Abschluss anbiete, steche nicht: „Anders als bei den Mendener Gymnasien ist das hier nicht dieselbe Schulform.“

SPD: Volle Klassen lassen keine Zugänge zu

Kruschinski erklärte weiter, dass 30er-Klassen auch später keine zusätzlichen Schüler mehr aufnehmen könnten. Dieses Problem treffe gerade einen Bekannten mit voller Wucht, der nach der Scheidung versucht habe, sein Kind an Real- oder Gesamtschule unterzubringen und mangels Platzes abgewiesen wurde. Dieser Zustand würde für den nächsten Jahrgang der Realschule auf Jahre hinaus geschaffen.

Mit sechs Eingangsklassen erklärte sich auch Thomas Thiesmann (Die Linke) einverstanden, sodass der Ratsbeschluss hierzu einstimmig ausfiel. Bei der Fünfzigkeit stimmte Die Linke aber als einzige Fraktion mit Nein. Begründung: Die Bezirksregierung wolle erst die Fortschreibung der Zahlen zur Mendener Schulentwicklung sehen. Hier komme das Ansinnen der Stadt zu früh.

Linke: Antrag auf Fünfzügigkeit zu früh

Dazu sagte Maywald: „Der Plan ist da, diese Zahlen liegen in Arnsberg längst vor. Sie sind dort aus nicht bekannten Gründen nur bisher noch nicht bearbeitet worden.“ Die Linke blieb dennoch bei ihrem Nein.

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