Hilferuf

Starkregen bedroht Schausteller in Menden

Starkregen wie auf diesem Foto fiel in Menden am frühen Mittwochabend. Bis 18 Uhr waren satte 18 Liter auf jeden Quadratmeter niedergegangen. Die Feuerwehr verzeichnete zahlreiche Einsätze.

Starkregen wie auf diesem Foto fiel in Menden am frühen Mittwochabend. Bis 18 Uhr waren satte 18 Liter auf jeden Quadratmeter niedergegangen. Die Feuerwehr verzeichnete zahlreiche Einsätze.

Foto: Michael May

Menden.   Mit zwei Tauchpumpen half die Feuerwehr Menden am Abend den zahlreichen Schaustellern auf dem Grohe-Platz: Die Elektrik drohte abzusaufen.

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Die Schausteller riefen die 112: Mit zwei Tauchpumpen musste die Feuerwehr Menden am frühen Mittwochabend verhindern, dass der Wolkenbruch gegen 17.30 Uhr die verlegte Elektrik für die Wohnwagen zahlreicher Kirmesleute auf dem Grohe-Parkplatz unter Wasser setzte. Um einen Kurzschluss oder Schlimmeres zu verhindern, pumpten die Wehrleute das Wasser vom Platz an der Werler Straße in einen Gully um. Der Einsatz dauerte volle zwei Stunden, in denen eine der beiden Spuren der Werler Straße für den Verkehr gesperrt bleiben musste. Drei Tage vorm Kirmesstart steht der unbefestigte Grohe-Platz voll mit Wohnwagen der Schausteller – und am Mittwoch voller riesiger Pfützen.

Wasser in Keller und auf Kreuzung

Fast zeitgleich mit dem Alarm vom Grohe-Platz erreichten die Leitstelle mehrere andere Notrufe. Die Wehr rückte in der Innenstadt ebenso aus wie zur Platte Heide und nach Halingen. Einmal war Wasser in einen Keller gelaufen, dann wurde eine Riesenpfütze mitten auf einer Kreuzung gemeldet oder es drohten Bäume auf eine Straße zu stürzen. Die Feuerwehr konnte die Einsätze aber allesamt abarbeiten, sodass Menschen nicht zu Schaden kamen.

Wasserdampf löst Brandalarm aus

Zu allem Überfluss löste dann aber noch während des Einsatzes an der Werler Straße die automatische Brandmeldeanlage des Vincenz-Altenheims an der Hauptstraße aus. Erleichtert stellten die dort eintreffenden Wehrleute der Hauptwache und des Löschzugs Stadtmitte fest, dass es sich nicht um einen Brand handelte: Wasserdampf aus einer Spülmaschine hatte den Melder ausgelöst.

18 Liter auf jeden Quadratmeter

Laut dem Mendener Wetterexperten Peter Friedrich waren in Menden bis 18 Uhr mehr als 18 Liter Regenwasser pro Quadratmeter gefallen. Sein lapidarer Kommentar: Keine Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen.

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