Technik

TouchTomorrow-Truck: Mendener Schüler erleben die Zukunft

Jolie (links) und Janina

Jolie (links) und Janina

Foto: Livia Krimpelbein

Menden.   Mit VR-Brille und Gedankensteuerung: Im TouchTomorrow-Truck testen Schüler des Walburgisgymnasiums Modelle des zukünftigen Lebens und Arbeitens.

Wie werden wir in der Zukunft arbeiten, wie werden wir leben oder durch die Stadt fahren? Neueste Technik wird unsere Zukunft massiv beeinflussen. Am Walburgisgymnasium dürfen die Schüler daher mit den Prototypen der Technik von morgen in Berührung kommen ­– und zwar im sogenannten TouchTomorrow-Truck der Dr.-Hans-Riegel-Stiftung.

Der Truck ist ein ausfahrbarer Lkw, in dem sich acht Übungen befinden, bei denen Kindern vorgestellt wird, wie sich das Leben und die Arbeitswelt durch fortschreitende Technik verändern.

Der TouchTomorrow-Truck zeigt Technik von morgen

Auf die Kinder der 7b prasseln direkt viele Eindrücke ein: Der blau-weiße Truck ist mit zahlreichen Touch­screens in etlichen Größen ausgestattet. Modelle alltäglicher Dinge in der Zukunft stehen asymmetrisch geformten Podesten.

Während Lina Barth den Ablauf der Aktion erklärt, hören die Kinder gespannt und konzentriert zu. „Facebook forscht zum Beispiel momentan nach einer Technik, bei der unsere Gedanken direkt in Textnachrichten umgewandelt werden“, erklärt sie. Ein Raunen geht durch die Gruppe.

Kugeln per Gedanken durch ein Labyrinth steuern

Nach der Einführung dürfen die Kinder in Gruppen an verschiedenen Stationen ihre Fähigkeiten testen und erkunden, wo ihre Interessen liegen. So können die Schüler zum Beispiel in einem Spiel eine Kugel durch ein Labyrinth steuern ­– jedoch mit Gedankensteuerung.

„Total cool“, sagt Jolie (12) nach der ersten Runde fasziniert. „Sonst spielt man immer mit Händen, aber hier mit dem Kopf. Das ist echt komisch.“ Die zwölfjährige Janina ist ebenfalls beeindruckt: „Ich wusste gar nicht, dass es sowas schon gibt“, sagt sie.

Mit der VR-Brille in eine virtuelle Werkstatt

Faszination und Staunen löst auch eine VR-Brille aus: „Das ist wie ein Raum, in dem ich in der Luft malen kann“, erklärt der Marian Janke (13) verblüfft. „Ich konnte sogar Dinge in die Hand nehmen und festhalten, die in Wirklichkeit gar nicht hier sind“, erklärt er. „Voll cool!“, staunen auch Mitschüler.

Dass es für Außenstehende ungewöhnlich aussieht, wie die Schüler mit Brillen durch den Raum irren, interessiert sie in diesem Moment kaum. Das Exponat soll zeigen, wie Arbeitsplätze künftig durch virtuelle Räume ergänzt werden können.

Berufsberatung der Zukunft

Amelie Semer, Lehrerin des WBG, habe in der WP von der Aktion gelesen, erklärt sie: „Weil wir im Unterricht in den sogenannten MINT-Fächern nur kleine Experimente machen, können wir solche Dinge wie hier im Unterricht gar nicht realisieren“, schildert sie.

Außerdem werden den Schülern zu den Aufgaben passende Berufe vorgestellt. Am Ende der Aktion dürfen sie ihre „IKOs“ (Ikosaeder, also zwanzigseitige Würfel) mit nach Hause nehmen. Auf diesen konnten sie Infos speichern, die sie besonders interessieren.

Das Ziel der Aktion sei klar: „Ihr sollt hier schlauer herausgehen, als ihr reingekommen seid“, sagt Lina Barth zu den Schülern.

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