Bürgermeister-Wahl

Tourismus Fröndenberg: Wichtige Aufgabe für Bürgermeister

Die vier Bürgermeister-Kandidaten für Fröndenberg sprechen in der Podiumsdiskussion über eine Attraktivitätssteigerung der Ruhrstadt.

Die vier Bürgermeister-Kandidaten für Fröndenberg sprechen in der Podiumsdiskussion über eine Attraktivitätssteigerung der Ruhrstadt.

Foto: Birgit Helmers / WP

Fröndenberg.  Die Podiumsdiskussion in der Kulturschmiede Fröndenberg macht deutlich: Tourismus ist für die vier Bürgermeister-Kandidaten ein wichtiges Thema.

Alle vier Fröndenberger Bürgermeisterkandidaten sind sich einig: Die Förderung des Tourismus in der Ruhrstadt ist wichtig und muss mehr in den Vordergrund rücken. Mit coronabedingtem Abstand hat nun die Podiumsdiskussion zum Thema Tourismus in der Kulturschmiede stattgefunden. Wegen den strikten Hygieneregeln haben lediglich 42 Bürger an der Diskussion mit Karl-Heinrich Sümmermann als Moderator teilnehmen können.

Heinz-Günter Freck (CDU/FDP), Sabina Müller (SPD), Matthias Büscher (FWG) und Frank Schröer (Grüne) möchten den Tourismus als Wirtschaftsfaktor stärken. Insbesondere beziehen sich die vier Anwerber um den Chefsessel im Rathaus auf Besucher, die von außerhalb kommen und wegen speziellen Attraktionen in die Ruhrstadt reisen. Daher soll Wirtschaftsförderung und Tourismus als Stabsstelle nach Auffassung von Müller und Freck beim Bürgermeister angesiedelt sein. Aber auch Schröer und Büscher möchten dem Tourismus einen sehr hohen Stellenwert im Rathaus einräumen.

„Die Schönheiten der Stadt müssen vermittelt werden“, betont Frank Schröer. Sabina Müller erwartet mehr aktive Mitwirkung der Stadtverwaltung. Seitens Heinz-Günter Freck wird die notwendige Lotsenfunktion betont. „Aktivitäten müssen losgelöst voneinander funktionieren, als Besucher möchte ich mich nicht erst durchwurschteln müssen“, erklärt Moderator Karl-Heinrich Sümmermann. Man müsse Angebote zusammenfassen und insbesondere auch über die Touristeninformation vermitteln. Auch Matthias Büscher betont die Bedeutung der verschiedenen Stadtteile und die Wichtigkeit der Mitwirkung von Ehrenamtlichen.

Zukunftstraum

Vernetzen, verbinden und vor allem die deutliche Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes sind weitere Punkte, die die vier Kandidaten in Angriff nehmen wollen. Außerdem geht es darum, die Ruhr erlebbarer zu machen. „Das ist eins der größten Projekte, es muss nur jemand in die Hand nehmen, der es organisiert“, sagt Sümmermann. Vorgesehen ist, das 15 Kilometer lange Ruhrufer in Fröndenberg attraktiver zu gestalten. Allerdings ist für solch ein großes Projekt eine Aktion aller Ruhranrainer überregional erforderlich, schlussfolgern alle vier Bürgermeister-Kandidaten.

Aus dem Publikum wird indes mehr Aktivität in der Umsetzung der seit vielen Jahren umfangreichen Pläne verlangt. „Das bezieht sich auf den allgemeinen Tourismus in Fröndenberg. Die letzte Planung von externen Planern war 2012 und ist nur in Bruchteilen umgesetzt worden“, so der Moderator auf Nachfrage der Westfalenpost. Das Thema Tourismus soll künftig im Rathaus ganz oben stehen. „Wir werden da dranbleiben – es haben alle Besserung geschworen.“ Insbesondere sei Sümmermann gespannt auf die Umsetzung. Denn sagen könne man viel, am Ende zählen jedoch die Taten.

Sümmermann macht den Besuchern zudem deutlich, wie wichtig das Thema für die gesamte Ruhrstadt ist: „Alle vielschichtigen Besuchsziele in der Stadt beeindrucken durch Lebendigkeit. Sie sind medial super dargestellt und leicht zu finden. Die Bürgerinnen und Bürger pflegen ihre Stadt in vorbildlicher Weise. Sie sind stolz auf ihre Stadt und schätzen die gewonnene Lebensqualität. Die Stadtverwaltung unter der Führung einer dynamischen Persönlichkeit genießt hohes Ansehen, weil sie spürbar zur positiven Stadtentwicklung beigetragen hat.“

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