Müll-Ärger

Überwachung der Containerplätze in Menden nicht bezahlbar

Ein Kinderwagen, ein Teppich, ein Waschbecken und andere Abfälle, die auf den Gehweg in der Pfarrer-Wiggen-Straße in Bösperde geworfen wurden.

Ein Kinderwagen, ein Teppich, ein Waschbecken und andere Abfälle, die auf den Gehweg in der Pfarrer-Wiggen-Straße in Bösperde geworfen wurden.

Foto: Yasser Aboshaeer

Menden.   Sperrmüll, Bauschutt, Abfälle: Die Verärgerung über illegal abgelagerten Müll an Containerplätzen ist groß. Die Stadt hofft auf Hinweise.

Es ist ein Dauerärgernis: Containerplätze werden zugemüllt – mal mit Sperrmüll, mal mit Bauschutt. In der vergangenen Woche hat sich wieder eine WP-Leserin in der Redaktion gemeldet. Diesmal waren die Containerplätze an der Pfarrer-Wiggen-Straße in Bösperde betroffen. „Man kann die Altpapiercontainer kaum noch ordentlich erreichen“, machte die Bösperderin ihrem Ärger Luft.

Problematik im Rathaus bekannt

Im Rathaus ist die Problematik durchaus bekannt: „Das Problem der illegalen Müllablagerung an den Containerplätzen ist leider nicht neu und kommt regelmäßig vor“, bedauert Stadt-Sprecher Johannes Ehrlich auf WP-Nachfrage. Die Abteilung Umwelt und Bauverwaltung arbeite gemeinsam mit den Mitarbeitern des städtischen Bauhofbetriebes, des Zweckverbandes für Abfallbeseitung (ZfA) und des Ordnungsamtes daran, die Containerplätze so ordentlich wie möglich zu halten. Dazu gehöre es auch, illegale Müllablagerungen zu ahnden.

Leider sei jedoch der Verursacher in den meisten Fällen nicht bekannt. Ehrlich: „Das macht es schwer, solche Vorfälle zu ahnden. Wir sind dabei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wenn also ein Bürger eine illegale Müllablagerung beobachtet und die Person namentlich kenne oder ein Autokennzeichen nennen kann, ist uns das eine große Hilfe.“

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Darüber hinaus, so Ehrlich, bemühten sich sowohl die Mitarbeiter des Ordnungsamtes als auch des städtischen Baubetriebshofes darum, bei illegalen Müllablagerungen die Verursacher zu ermitteln. Die Verfolgung der Ordnungswidrigkeiten erfolge in solchen Fällen dann durch den hierfür zuständigen ZfA. Kann ein Verursacher ermittelt werden, muss er zahlen – entsprechend der Satzung ein Geldbuße von bis zu 50.000 Euro.

Stadt: Bürger sollen Probleme melden

Auch bei Problemen mit den Containerplätzen können sich die Bürger per E-Mail oder Telefon an die Stadt wenden. Johannes Ehrlich verspricht: „Die Mitarbeiter unseres Baubetriebshofes bemühen sich dann, bei akuten Fällen eine schnellstmögliche Beseitigung durchzuführen.“ Generell würden alle Containerplätze einmal wöchentlich von den Mitarbeitern des Baubetriebshofes kontrolliert und gesäubert. Bei größeren Containerplätzen, wie zum Beispiel dem Containerplatz an der Berliner Straße, erfolge die Kontrolle und Säuberung zweimal wöchentlich. Mit den anderen Städten des ZfA erfolge ein regelmäßiger Austausch. Fazit: „Die Problemlage ist hier bei allen Städten gleich“, erklärt Stadtsprecher Johannes Ehrlich.

Sicherheitsdienst wäre zu teuer

Könnte die Überwachung der Containerplätze das Problem lösen? Die Kosten für eine umfassende Überwachung seien nicht vertretbar, würden sie sich doch auf die Müllgebühren auswirken, erklärt Johannes Ehrlich. Eine „Rund um die Uhr“-Überwachung, zum Beispiel durch einen Sicherheitsdienst, wäre absolut nicht bezahlbar. Und die Mitarbeiter des Ordnungsamtes könnten dies nicht leisten. Letztendlich sei die regelmäßige Reinigung ist da immer noch günstiger.

Letztendlich bleibt der Stadt lediglich, immer wieder an die Bürger zu appellieren, dass sie Müll nicht wild entsorgen und die Containerplätze dafür eben nicht da sind. Ehrlich zählt auf: „Zumal es genügend Möglichkeiten gibt! Sperrmüll kann jeder Bürger ganz einfach anmelden, der Bringhof nimmt vieles an und das Schafstoffmobil ist ebenfalls regelmäßig in Menden unterwegs.“

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