Übung des MK-Krisenstabs

Untergangs-Szenario für Menden

Im Krisenstab des Kreises: Christian Bongard (Mitte), neben ihm Jörg Freiburg (THW) und Kreisbrandmeister Michael Kling (rechts). Foto:Hendrik Klein/pmk

Im Krisenstab des Kreises: Christian Bongard (Mitte), neben ihm Jörg Freiburg (THW) und Kreisbrandmeister Michael Kling (rechts). Foto:Hendrik Klein/pmk

Menden/Kreisgebiet.   MK-Krisenstab spielt riesige Unwetterschäden im ganzen Stadtgebiet durch – bis hin zur Evakuierung zweier Altenheime

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Großflächige Überschwemmungen mit der Evakuierung von zwei Altenzentren in Menden, ein abgerutschter Hang, dazu Fluten in Plettenberg und entwurzelte Bäume in Herscheid nach Orkanböen: Das war am Mittwoch das glücklicherweise nur ausgedachte Unwetter-Szenario für eine ganztägige Übung des Krisenstabes im Lüdenscheider Kreishaus.

Ein hartes Stück Arbeit für die Mitglieder des Krisenstabs, zu denen auch der Mendener Feuerwehrchef Christian Bongard und Ordnungsamtsleiterin Martina Potthoff zählten. Kräfte der Kreisverwaltung und des Technischen Hilfswerks komplettierten die 20-köpfige Gruppe im Katastrophenschutzzentrum des Kreishauses.

Hilferuf aus Menden

Übungsszenario war eine Hochwasserlage in Menden, die sich auch auf den Südkreis ausdehnte. Nach tagelangem Starkregen mit Orkanböen war die Hönne über die Ufer getreten. Alle 50 Mitarbeiter des Bauhofes und die komplette Feuerwehr waren im Einsatz. Weil sie aber dringend Unterstützung brauchten, hatte Landrat Thomas Gemke das „Großschadensereignis“ ausgerufen. Der Krisenstab musste aktiv werden.

Auf Bongard, Potthoff und die übrigen Teilnehmer der als Fortbildungsveranstaltung ausgelegten Übung kamen damit viele Aufgaben zu. In Folge der Überflutungen fiel die Bahn zwischen Menden und Fröndenberg sowie Menden und Balve aus. Der Hansa-Seniorenpark und das Altenheim St. Vincenz mussten evakuiert werden, der Transport der Bewohner in vier Pflegeheime nach Hemer und Iserlohn war zu organisieren. Die Polizei sperrte die Innenstadt großräumig ab, die Bürger mussten informiert, die Pfingstkirmes abgesagt werden. Durch Starkregen gab es einen Hangrutsch im Ohl. Dabei wurde eine Hauptstromleitung beschädigt: Große Teile von Menden waren ohne Strom.

Um 15.16 Uhr, bei Übungsende, schien die Sonne über Menden, während es in der Realität zu schütten begann. Die Übungsleitung zeigte sich laut Kreisverwaltung mit dem Ablauf sehr zufrieden. „Gravierende Schwachstellen“, heißt es in einer Mitteilung, „wurden nicht festgestellt“.

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