Castingshow

Veronica Paterno bleibt sich vor der Kamera treu

Die Mendenerin Veronica Paterno will „Curvy Supermodel“ bei RTL II (Montag, 17. Juli, 20.15 Uhr)  

Foto: Jürgen Overkott

Die Mendenerin Veronica Paterno will „Curvy Supermodel“ bei RTL II (Montag, 17. Juli, 20.15 Uhr)   Foto: Jürgen Overkott

Menden/München.   Veronica Paterno aus Menden will „Curvy Supermodel“ bei RTL II werden. Wie sie drauf ist: Interview.

Der Münchner Privatsender RTL II startet am Montag, 17. Juli, 20.15 Uhr, die zweite Staffel der Castingshow „Curvy Supermodel“. Menden ist vertreten mit Veronica Paterno. Vorab traf sich die Friseurin aus dem Salon Carin Sommer mit Jürgen Overkott.

Wie war Ihr Tag?

Veronica Paterno: Wir hatten viel zu tun. Das ist gut so, das liebe ich.

Wie reagieren Ihre Kunden darauf, dass Sie sich als „Curvy Supermodel“ beworben haben?

Sie sind überrascht – aber positiv überrascht. Natürlich haben Sie viele Fragen.

Was wollen sie wissen?

Wo ich war. Wie es war. Wie die Mädels waren. Ob es einen Konkurrenzkampf gab. Wie weit es ging.

Fangen wir von vorne an: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich zu bewerben?

Die erste Staffel lief im vergangenen Jahr, und vier meiner Freundinnen haben zu mir gesagt: Mensch, bewirb Dich doch auch mal. Und ich habe gesagt: Nee, das ist doch nichts für Dich. Man zweifelt ja manchmal ein bisschen an sich, wenn man etwas stabiler ist.

Warum?

Weil man immer nur das Ideal vor Augen hat.

Sie meinen: klapperdürr.

Und als die Werbung für die neue Staffel kam, hat mich meine Arbeitskollegin Vera aufgefordert: Nun bewirb Dich doch endlich! Und zum Spaß, wirklich nur zum Spaß habe ich mich beworben, und nur zwei Tage später hatte ich eine Zusage.

So schnell?

So schnell!

Verraten Sie mir Ihr Geheimrezept: Womit haben Sie die Produktionsfirma bezirzt?

Ganz ehrlich?

Ja, klar.

Ich bin einfach nur ich selber geblieben. Ich habe Fotos geschickt, die einfach nur meine natürliche Art spiegeln, auch ein paar Fratzenbilder und sogar ein paar Fotos, auf denen ich ungeschminkt bin. Und dann habe ich mal geguckt, was die anderen Bewerberinnen so geschrieben haben. Da gab’s Kommentare wie „Ich warte auf meine Fotos vom Profi-Fotografen“ und ähnliches. Darauf hatte ich ja nun gar keine Lust.

Wie haben Sie das gemacht?

Als ich frei hatte, habe ich einfach ein paar Fotos von mir aufs Handy geladen und los geschickt.

Selfies?

Nein, nein. Die Fotos hat jemand anderes gemacht. Zwei Porträtfotos und zwei Ganzkörperfotos. Na ja, wenn man etwas stabiler ist...

...ist die Ausstrahlung nicht viel wichtiger?

Für mich auf jeden Fall. Für mich ist das einfach nur schön, wenn man sich lieben kann, wie man ist. Wenn man sich wohl fühlt.

Und Sie fühlen sich wohl, so wie Sie sind?

Jetzt ja. Ich habe bei den Dreharbeiten so viele nette Frauen kennengelernt, die mit sich überhaupt keine Probleme haben.

Okay, nun gibt es aber bei Model-Castingshows von den Juroren oft ziemlich unsanfte Kommentare. Hatten Sie keinen Bammel?

Ja, schon. Aber ich bin schlagfertig. Ich hatte eher Angst davor, selbst zu frech zu werden (lacht).

Das ist aber nicht passiert.

Nein, nein, die waren super nett.

Wie waren die Dreharbeiten?

Die Dreharbeiten haben einen schon gefordert. Sie haben lange gedauert, und dann weißt Du nicht, was als nächstes passiert. Und ich wusste ja auch nicht, wie die Mädels so sind.

Gab’s mal Stress?

Die eine oder andere Zickerei zwischen den Mädels habe ich beobachtet, aber sonst haben sich alle super verstanden. Ich selbst hatte überhaupt keinen. Im Gegenteil: Ich habe tolle Mädels kennengelernt. Wir haben sogar Freundschaft geschlossen. In der nächsten Woche bin ich zu einem Geburtstag eingeladen.

Haben Sie Geschwister?

Ja, drei. Wenn man jemand einsilbig anzickt mit „Ja, nein“, dann sage ich: Pass auf, ich kann’s lange, ich habe Geschwister.

>> INFO: CASTINGSHOWS

Castingshows sind eine öffentliche Form der Talentsuche. Sie sind seit dem Jahr 2000 ein fester Bestandteil der TV-Unterhaltung. In Deutschland war RTL II der erste Sender, der ein solches Format testete: „Popstars“.

Neben Musikern („Deutschland sucht den Superstar“) und Entertainern („Das Supertalent“) werden Models gesucht. Das Laufstegformat Nr. 1 ist „Germany’s Next Topmodel“ (Pro7).

RTL II liefert mit „Curvy Supermodel“ den Gegenentwurf zu den mageren Heidi-Klum-Models.

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