Kunstrasen

VfL Platte Heide steht Kopf: Kunstrasenplatz eingeweiht

Einweihung Kunstrasenplatz des VfL Platte Heide

Einweihung Kunstrasenplatz des VfL Platte Heide

Foto: Martina Dinslage

Platte Heide.   Jugendspieler schlugen Purzelbäume, Polit-Prominenz kam und Diakon Rudi Düppe gab seinen Segen: großes Kino auf der Platte Heide.

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Wann passiert es, dass bei einem Bauprojekt der Kostenrahmen unterschritten wird? Dem VfL Platte Heide ist dieses Kunststück geglückt. Umso erfreuter am Samstag die Gesichter der geldgebenden Herrschaften, die bei der Einweihung des Kunstrasenplatzes am Hülschenbrauck den Worten von Vereinsvorsitzendem Olaf Stracke und Fördervereinschefin Veronika Edler lauschten.

Vize-Bürgermeister Rudolf Weber bekam für sein Geständnis, er sei ein Blau-Weißer, zwar keinen Applaus, dennoch lobte er die Fairness der Gespräche, die im Vorfeld zwischen Verwaltung, Politik und Verein stattfanden. Auch deshalb beschloss der Rat voriges Jahr, den neuen Sportplatz mit 400 000 Euro zu bezuschussen. Und weil die VfLer so fleißig selber zu Kelle, Schaufel und Hacke griffen, schafften sie es auch, den Eigenanteil von 35 000 Euro zu stemmen.

Der Kunstrasen-Ball

Am 1. Juni 2016 überreichte die Stadt den Nutzungsvertrag an die grün-weißen Sportler. Seit diesem Tag ist der VfL Platte Heide Besitzer der weitläufigen Sport-Anlage und damit auch komplett für die Unterhaltung und Pflege zuständig.

Verständlich, dass bei der offiziellen Einweihung auch Grußworte gesprochen wurden. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser fasste sich professionell kurz und übergab, statt langer Rede, einen flachen Umschlag. Die Chefetage des BSV Menden schenkte dem befreundeten VfL etwas typisches Rundes – einen Fußball, speziell für Kunstrasen.

Segen für das neue Grün

Auch wenn nicht jeder Spieler, der künftig das neue Fußballfeld betritt, unbedingt Katholik sein müsste, hatte sich der gebürtige Platte- Heider, Diakon Rudolf Düppe, gern bereit erklärt, dem Kunstrasenplatz den Segen zu spenden. Nach besinnlichen Worten und Gebet marschierte er mit VfLern und Gästen um den Platz und besprenkelte das Areal mit Weihwasser.

Dann interviewte Moderator Thomas Hagemann Kindertorwart Connor. Auf die Frage, wie er den neuen Platz einschätze, verkündete der Dreikäsehoch: „Man fällt zwar viel weicher, aber trotzdem haut mir der Lukas immer noch dauernd einen in meinen Kasten.“

WM-Trikot mit allen Original-Unterschriften wird im Netz versteigert

Der 72-jährige Altherren-Torwart Berni Richter, der sogar ein ein Quadratmeter großes Stück des neuen Platzes durch Kauf sein Eigen nennt, ist ebenfalls voll des Lobes über die tollen Eigenschaften des Kunstrasens. Doch auch er schimpft, weil ihm die „gut informierten“ Spieler immer genau von seinem Grundbesitz aus die Bälle um die Ohren sausen lassen.

Als MdB Dagmar Freitag ihre Spende, ein Weltmeisterschafts-Trikot mit allen Original-Unterschriften, an den Gastgeber überreicht, waren sich alle Anwesenden schnell einig: Eine Versteigerung vor Ort brächte nicht genug Erlös. So entschied sich der Verein, das für rund 1000 Euro gehandelte Kleidungsstück im Netz zu versteigern.

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