Vom Rathausdach nach China

Menden.   Zum neuen Jahr tritt die ProReSus GmbH, die jüngst erste Pläne für das Evidal-Gelände (die WP berichtete) vorlegte, mit einem wahrhaft süßen Projekt hervor: der Gründung der „Silkroad Delight Food GmbH“ in Menden. Silkroad steht für die Seidenstraße, und es geht zunächst um Honig. „Das neue Unternehmen in der Lebensmittelbranche ist auf Produkte aus Europa und China fokussiert“, sagt Simone Dirksmeier, Geschäftsführerin der ProReSus.

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Zum neuen Jahr tritt die ProReSus GmbH, die jüngst erste Pläne für das Evidal-Gelände (die WP berichtete) vorlegte, mit einem wahrhaft süßen Projekt hervor: der Gründung der „Silkroad Delight Food GmbH“ in Menden. Silkroad steht für die Seidenstraße, und es geht zunächst um Honig. „Das neue Unternehmen in der Lebensmittelbranche ist auf Produkte aus Europa und China fokussiert“, sagt Simone Dirksmeier, Geschäftsführerin der ProReSus.

Die Idee sei während der Delegationsreisen in die Volksrepublik China entstanden, die das Sino-German Businesscenter 2017 organisiert hatte. Simone Dirksmeier hatte das Center in Menden mitbegründet, und die Reisen führten auch in die Provinz Heilongjiang, mitten in eines der größten Naturschutzgebiete Chinas. Dort gebe es unberührte Naturlandschaften mit einer großen Artenvielfalt. Dieses Potenzial wolle die Silkroad Delight Food nutzen, um Lebensmittel aus diesen Regionen für den europäischen Verbrauchermarkt tauglich zu machen.

Lebensmittel EU-tauglich machen

Dabei spiele der Honig eine besondere Rolle: „Ein Großteil des Speisehonigs wird nach Deutschland importiert, im Moment hat der Verbraucher aber keine Möglichkeit zu erfahren, unter welchen Bedingungen und an welchem Ort dieser Honig entsteht“, berichtet Robin Folgnandt, seines Zeichens Mendener Imker. Hier wurde Folgnandt erstmals öffentlich durch das „Urban Beekeeping“ bekannt – mit Bienenstöcken auf dem Mendener Rathausdach.

Jetzt nutzt Robin Folgnandt sein Wissen auch, um als technischer Geschäftsführer der Silkroad GmbH den Imkern in der Provinz Heilongjiang zu helfen: „Wir sehen das Ganze auch als ein Entwicklungsprojekt, um die traditionsreiche und bienenfreundliche Imkerei zu erhalten und zu begleiten. Auch wenn großer Aufwand in der Beratung nötig ist, freuen wir uns, im asiatischen Raum an den großen Natur- und Artenschutzprojekten mitwirken zu können – und die so entstehenden Lebensmittel auch hierzulande zu vertreiben“, erklärt der Mendener.

Die technische Anpassung, Beratung und Qualitätsbegleitung fänden bei einem exklusiv an die Silkroad gebundenen Partner statt, der dafür mit seinen Imkern ausschließlich für Silkroad produziere. Die aktuelle Fertigungskapazität liege bei 500 Tonnen. Zu rechnen sei in Menden mit acht bis zwölf Arbeitsplätzen bis Jahresende – und mittelfristig mit bis zu 40.

Überzeugt von Mendens Potenzial

Als weiteres internationales Großprojekt in Asien gelte derzeit die Erneuerung der alten Wege der Seidenstraße. Auch die Silkroad Delight Food werde davon profitieren, dass Waren schneller und umweltschonender nach Europa transportiert werden sollen, ist Dirksmeier überzeugt. „Nun führen die neuen Wege der Seidenstraße künftig wohl auch nach Menden“, schmunzelt sie.

„Es macht uns bei ProReSus glücklich, dass über unsere Bemühungen und Kontakte ein komplett neues Unternehmen entstehen konnte“, sagt Simone Dirksmeier. Sie sehe sich zudem bestätigt – „in unserer Auffassung über das große Potenzial, das Menden hat.“

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