Kulturprojekt

Von "Seh-Containern" soll ganz Südwestfalen profitieren

Foto: WP

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Menden/Hagen. Das Projekt "Seh-Container", das in Menden seinen Anfang nahm und von dem nun ganz Südwestfalen profitieren soll, ist am Mittwoch in Hagen vorgestellt worden.

Die Stadt bekommt im Spätsommer vier neue Galerien, wenn auch nur auf Zeit. Gerade einmal 48 Kubikmeter werden sie groß sein und jeweils einem Künstler bzw. einer Gruppe Raum für ihre Arbeit bieten: Kunst zwischen Stahlwänden. Die Galerien sind umfunktionierte Überseecontainer, die kurzerhand zu „Seh-Containern” werden, so auch der Name der Aktion.

Das Projekt ist nicht auf Menden beschränkt, sondern ist für die Kulturregion Südwestfalen konzipiert: Weitere Ausstellungsorte sind Hagen, Siegen und Iserlohn. Ihren Anfang aber findet die Aktion am Montag, 1. September, in Menden, wo sie im Kulturamt ersonnen wurde. Kultur-Fachbereichsleiter Volker Fleige stellte die Aktionam Mittwoch im Hagener Kulturamt vor: Stahlcontainer, sonst eigentlich nur auf Schiffen nach Übersee und Bahnwaggons zu finden, bringen Kunst ins Herzen einer Stadt und damit zu den Menschen. „Etwas Vergleichbares gibt es bislang nicht. Wir präsentieren Kunst in einer völlig neuen Form.” Die Container stellt ein global agierender Paketzusteller kostenlos zur Verfügung.

33 Künstler hatten in den vergangenen Wochen Bewerbungen im Projektbüro eingereicht. Eine fünfköpfige Jury wählte letztlich vier Künstler aus der Region aus, die jeweils das Innere eines Stahlriesens mit Inhalt füllen werden. Für Menden gehörten dem Gremium Jutta Törnig-Struck, Leiterin des Stadtmuseums, und Wolf-Ulrich Rohe, Lehrer am Walram-Gymnasium, an.

Kosten: 90 000 Euro

Das künstlerische Spektrum ist weit gestreut: Zeichnungen und Collagen, Objekte und Installationen, Fotografie und Aktionskunst werden in den Containern zu finden sein.

Eine Woche lang, also vom 1. bis 7. September, sollen die stählernen Riesen vor dem Alten Rathaus stehen und als mobile Galerien für Belebung im lokalen kulturellen Geschehen sorgen. Verstärkt wird dieser Effekt unter anderem dadurch, dass die Künstler größtenteils anwesend sein werden, um mit den Container-Besuchern ins Gespräch zu kommen. „Wir wollen zudem eine Kunstaktion mit Schulen initiieren”, so Fleige.

90 000 Euro sind als Gesamtkosten für das Kunstprojekt veranschlagt, die zu 50 Prozent vom Land NRW übernommen werden. Die andere Hälfte zahlt zum Großteil das Kulturamt Menden als Initiator.

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