Aktion

Waldemei in Menden steht symbolisch unter Naturschutz

Autobahngegner und Interessierte wandern durch die Waldemei. Stefan Neuhaus, Sprecher der GigA46, Klaus Brunsmeier vom Bundesvorstand des BUND und Josef Muhs von der Grünen Alternativen Liste Hemer enthüllen hier ein Schild für das symbolische Naturschutzgebiet Waldemei .

Foto: Peter Müller

Autobahngegner und Interessierte wandern durch die Waldemei. Stefan Neuhaus, Sprecher der GigA46, Klaus Brunsmeier vom Bundesvorstand des BUND und Josef Muhs von der Grünen Alternativen Liste Hemer enthüllen hier ein Schild für das symbolische Naturschutzgebiet Waldemei .

Menden.   Die Gruppeninitiative gegen den Bau der A46 (GigA46) stellte die Waldemei am Sonntagnachmittag symbolisch unter Naturschutz.

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„Naturschutzgebiet statt Autobahn – Findet andere Lösungen“ ist die Forderung der Gruppeninitiative gegen den Bau der A46 (GigA46) an Politik und Verkehrsplaner. Deshalb trafen sich am Sonntag Gegner und Interessierte am Schwimmbad Leitmecke. Von dort ging es durch die Waldemei bis zur so genannten Kirschenallee an der Grenze zwischen Menden und Hemer, um das Waldgebiet symbolisch unter Naturschutz zu stellen.

Zum Auftakt an der Leitmecke sagte Stefan Neuhaus, Sprecher und Gesicht des A46-Widerstandes: „Dies ist die größte Naturzerstörung in unserem Raum aller Zeiten.“ Mit der Aktion wolle die GigA46 ein deutliches Zeichen setzen. In den Augen der Autobahngegner würden durch den Bau der Autobahn ökologisch wertvolle Gebiete zwischen Hemer und Menden und von Menden nach Oesbern unwiederbringlich zerstört. „Hinter den Kulissen haben die Befürworter der Autobahn fleißig gearbeitet, denn sonst hätten wir das Naturschutzgebiet schon“, meinte er weiter.

Christenpflicht, Widerstand zu leisten

Bereits seit zwei Jahren befürworten der Umweltausschuss der Stadt Menden und die Bezirksregierung in Arnsberg die Ausweisung des Gebietes in der Waldemei als Naturschutzgebiet. „Geschehen ist bis heute nichts“, so Stefan Neuhaus. „Wo Naturschutz drin ist, sollte auch Naturschutz drauf stehen.“

„Dass noch nicht geschehen ist, was nach Gesetzeslage geschehen sein müsste, ist ein Skandal“, verdeutlichte Klaus Brunsmeier, Mitglied im Bundesvorstand des Bundes für Umwelt und Naturschutz. Für die Autobahngegner ist dies eine Folge der Lobbypolitik der Autobahnbefürworter, denn durch die Ausweisung des Gebietes als Naturschutzgebiet würden die Baupläne möglicherweise durchkreuzt. Dagegen stehe, dass der Bereich schon seit 20 Jahren für den Schutz der Natur ausgewiesen sei. Da innerhalb von drei bis fünf Jahren dann das Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden müsse, sei dies ein Rechtsbruch.

In der frühen Bürgerbeteiligung Bedenken äußern

Auch Pfarrer Matthias Hoffmann (Evangelische Kirchengemeinde Lendringsen) meldete sich zu Wort: „Es ist Christenpflicht, Widerstand zu leisten. Menschen, die Waldspaziergänge machen und sich für die Natur einsetzen, sind wichtig für Menden und die Region.“ Am Ende enthüllten Stefan Neuhaus, Klaus Brunsmeier und Josef Muhs an der Kirschenallee ein Schild, das Naturschutz statt Autobahn fordert. Gemeinsam ermutigten die Drei die Besucher, in der frühen Bürgerbeteiligung Bedenken zu äußern und Alternativen anzubieten.

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