Bürgersaal

„Wir für Senioren“ kämpfen für den Mendener Bürgersaal

Die Zukunft des Bürgersaals ist ungewiss. Eine Entscheidung über Erhalt oder Abriss fällt am 2. Juli im Stadtrat.

Die Zukunft des Bürgersaals ist ungewiss. Eine Entscheidung über Erhalt oder Abriss fällt am 2. Juli im Stadtrat.

Foto: Tobias Schürmann

Menden.   Nachdem sich der Initiativkreis Mendener Wirtschaft in die Bürgersaal-Diskussion eingeschaltet hat, macht jetzt auch „Wir für Senioren“ mobil.

Der Zusammenschluss „Wir für Senioren“ setzt sich weiter für den Erhalt des Bürgersaals ein. Die Mitglieder der Initiative suchen vor der Entscheidung über Erhalt und Abriss am 2. Juli zum einen das Gespräch mit den Fraktionen, und zu anderen wollen sie eine Unterschriftenaktion starten.

„Das Gremium ,Wir für Senioren’ hat beschlossen, seine Stimme zu erheben, als Befürworter eines renovierten Bürgerhauses/Seniorentreffs am jetzigen Standort“, heißt es in einem Schreiben der Initiative. Die Unterstützer setzen sich demnach für den Erhalt des Bürgersaals ein. „Wir wollen erreichen, dass Menden zukunftsweisend, interessant und lebenswert bleibt“, so die Verantwortlichen. Der Bürgersaal solle zu einem Leuchtturmprojekt werden, das auch die Stadtteile unterstützt.

Die Uhr tickt

Gleichwohl sind sich „Wir für Senioren“ bewusst, dass die Uhr zum Erhalt des Bürgersaals unaufhörlich tickt. Wie bereits berichtet, fällt die Entscheidung über Erhalt oder Abriss in der Ratssitzung am 2. Juli. Während die SPD für eine „grüne Lunge“ im Herzen der Innenstadt wirbt, bröckelt die Überzeugung für einen Abriss bei der CDU trotz eines Fraktionsbeschlusses nach WP-Informationen; darüber hinaus hat sich der Initiativkreis Mendener Wirtschaft (IMW) in die Diskussion eingeschaltet. Der IMW rückt vor allem die horrenden Kosten eines Abrisses in den Blickpunkt.

„Wir für Senioren“ freuen sich zwar über die Zusage der Ratsfraktionen, den Seniorentreff zu erhalten und in unmittelbarer Nähe zum derzeitigen Standort im Bürgersaal unterzubringen. Einzig die Lösungsmöglichkeiten fehlen. Das Gremium gibt allerdings zu bedenken, dass die Kosten für den Abriss, den Neubau oder die Aufbereitung der Gebäude anhand von aktuellen Vorgaben bisher völlig unbekannt seien.

Gleichzeitig sei nicht klar, welche Variante überhaupt Fördermittel erhalte. „Wir für Senioren“ wollen das finanzielle Risiko für die Stadt möglichst gering halten und eine „nachhaltige Lösung“ finden. Darüber hinaus sieht das Gremium einen Umzug des Seniorentreffs ins Peuler-Gebäude kritisch. Es sei nicht geklärt, wie räumliche Gegebenheiten für die Arbeit des Seniorentreffs ausreichen würden und was ein möglicher Umbau und Betrieb des Gebäudes schlussendlich kosten werde.

Für Szenario 2

„Wir für Senioren“ setzen sich für das sogenannte Szenario 2 ein. „Damit soll erreicht werden, den Standort – im Herzen der Stadt – für alle Bürger in Menden zu erhalten.“ Das Haus solle konkret für eine langjährige Nutzung am jetzigen Standort des Bürgerhauses zur Verfügung stehen, so die Forderung des Gremiums.

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