Artenschutz

50.000 Honigbienen auf Werksgelände in Bad Fredeburg

Auf Tuchfühlung mit den „Patenkindern“: Zwei Bienenvölker haben hinter dem burgbad-Werk ein neues Zuhause

Auf Tuchfühlung mit den „Patenkindern“: Zwei Bienenvölker haben hinter dem burgbad-Werk ein neues Zuhause

Foto: Burgbad

Bad Fredeburg.  burgbad aus Bad Fredeburg will ein Zeichen gegen das Artensterben setzen. Vier Mitarbeiter sind deswegen jetzt auch als Imker tätig.

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Seit diesem Sommer leben bis zu 50.000 Honigbienen auf dem burgbad-Werksgelände im Hochsauerland. Der älteste Standort im Luftkurort Bad Fredeburg liegt am Übergang zu Wald und Wiese im Rothaargebirge. Dort werden jetzt zwei Bienenvölker professionell betreut – und zwar von insgesamt vier auch als Imker tätigen Mitarbeitern. „Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, hier vor Ort selbst aktiv zu sein“, erklärt Dr. Susanne Sollner. Die Leiterin Nachhaltigkeit freut sich schon auf die erste Honigernte: „Neben den Badmöbeln gibt es also bald auch Qualitäts-Bienenhonig.“

Die Biene - Honig- und Wildbiene – spiele eine zentrale Rolle für den Erhalt der Kultur- und Landwirtschaft, da sie während ihrer Nahrungssuche circa ein Drittel aller landwirtschaftlicher Nutzpflanzen bestäubt. „Doch NGOs und Imker warnen seit Jahren vor einem massiven weltweiten Rückgang der Bienenpopulationen durch Krankheiten, Pflanzenschutzmittel, Klima-Extreme, invasive Arten und Lebensraumverlust“, schreibt das Unternehmen. Mit dem Wegfall der Bienen wäre die Nahrungsmittelversorgung der Menschen weltweit bedroht.

Breiteres Bewusstsein für Gefahr

Angesichts der notwendigen lautstarken Debatte um den Klimawandel habe das wachsende Problem des Artensterbens es schwer, von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. „Erst der im Mai dieses Jahres publizierte Bericht des Weltbiodiversitätsrates der Vereinten Nationen IPBES zur Artenvielfalt, in dem ein

dramatisches Artensterben wissenschaftlich belegt wurde, weckt allmählich ein breiteres Bewusstsein für diese Gefahr“, heißt es weiter.

Demnach seien von geschätzt weltweit acht Millionen Tier- und Pflanzenarten rund eine Million vom Aussterben bedroht – mit dramatischen Folgen nicht nur für „die Natur“, sondern auch für den Menschen.

Dafür verantwortlich sei unter anderem die Übernutzung natürlicher Ressourcen, intensive Landwirtschaft und Umweltverschmutzung. Insbesondere der Populationsrückgang der Insekten sei alarmierend.

Stellvertretend für Artenvielfalt

„Laut der 2017 veröffentlichten und weltweit beachteten Krefelder Langzeitstudie hat in 27 Jahren die Gesamtmasse der Fluginsekten in 63 Gebieten Deutschlands um mehr als 75 Prozent abgenommen“, schreibt burgbad weiter.

Die Biene als Kulturhelfer und Sympathieträger könne deshalb nur stellvertretend für die gefährdete Artenvielfalt stehen, die es zu schützen gilt. Mit seinem Engagement und dem burgbad-Qualitätshonig als genussvollem „Türöffner“ will der Badmöbelhersteller mit seinen Kunden ins Gespräch kommen und dieses wichtige Thema in die Welt tragen.

„Unser Ziel muss es sein, in möglichst vielen Lebens- und Geschäftsbereichen konsequent nachhaltig zu denken und zu handeln – im Kleinen wie im Großen“, so Dr. Susanne Sollner.

Klimaneutraler Möbelhersteller

Das Unternehmen aus Bad Fredeburg engagiere sich für nachhaltiges unternehmerisches Handeln - unter

anderem durch den Beitritt zur weltweit größten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung, dem „UN global compact“, und dokumentiere dies durch ein transparentes Berichtswesen nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

Durch die hohe Fertigungstiefe an den in Deutschland und Frankreich gelegenen Produktionsstandorten habe burgbad im Gegensatz „zu vielen anderen Herstellern, die ihre Produkte weitgehend aus Fremdelementen zusammenstellen, eine hohe Kontrolle über die Produktionskette“.

Alle Möbel seien seit 2014 PEFC-zertifiziert, „und das gesamte Möbelsortiment von burgbad wurde beim weltweit ersten, von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) verliehenen Emissionslabel für Möbel mit der bestmöglichen Emissionsklasse A klassifiziert“. 2017 erhielt burgbad außerdem als erster deutscher Badmöbelhersteller das Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“ der DGM.

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