Schule

Abi-Bälle: Stufen halten an Flat-Rate-Angebot fest

Das Abitur ist bestanden - jetzt feiern die Stufen.

Das Abitur ist bestanden - jetzt feiern die Stufen.

Foto: Tobias Kleinschmidt / ZB

Meschede.  Im Vorjahr gab es Randale in Meschede. Alle Abi-Stufen haben darüber diskutiert und eine einhellige Entscheidung getroffen.

Vier Festnahmen, acht Polizisten und ein Diensthund im Einsatz - am Städtischen Gymnasium endete der Abi-Ball im vergangenen Jahr nicht so harmonisch wie das Fest zuvor verlaufen war. War die Stimmung am Ende bei jenen auswärtigen Randalierern durch ein Flat-Rate-Angebot für Alkohol gekippt? Schulleiterin Claudia Bertels verteidigte die Stufe damals und regte eine Debatte darüber an, Getränke über Wertmarken zu verkaufen. Die jetzige Abi-Stufe hat sich anders entschieden, aber Maßnahmen ergriffen. Sie ist damit nicht allein.

„20 Euro Eintritt für Externe – Getränke frei“ - damit wirbt der Abi-Jahrgang. „Die Jahrgangsstufe ist sich sehr wohl der Vorkommnisse des letzten Jahres bewusst, verweist aber zurecht auf viele Vorjahre, in denen genau diese Regelung auch problemlos funktioniert hat. Konsequenzen aus dem letzten Jahr sind unter anderem ein anders zusammengesetztes und strukturiertes Thekenteam und eine klare Absprache mit der Security“, sagte Schulleiterin Bertels.

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

„Ich kann die Entscheidung des Komitees gegen das von der Schulleitung nach wie vor favorisierte Wertmarkensystem nachvollziehen und vertraue fest darauf, dass sich alle der damit einhergehenden Verantwortlichkeiten bewusst sind. Ich bin überzeugt, dass die Planungsgruppe durch die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr alles tut, um übermäßigem Alkoholkonsum vorzubeugen.“

Die Stufe selbst hatte zuvor diskutiert: „Die Entscheidung für eine Getränkepauschale bei unserem Abi-Ball haben wir uns nicht leicht gemacht, am Ende der Kontroverse haben wir uns aber dennoch dafür entschieden.“ Letztlich könne jede Veranstaltung mit Alkoholausschank zu erhöhtem Konfliktpotenzial führen - unabhängig von einer Pauschale. „Letztendlich soll der Abiball eine Abschlussparty besonders für uns, unsere Freunde und ehemalige Schüler unseres Gymnasiums werden.“ Aus diesem Grund werden auch nur Gäste zugelassen, die sich auf einer Liste angemeldet haben.

Keine offene Veranstaltung

Genauso ähnlich feiert der Abi-Jahrgang am Gymnasium der Benediktiner. „Es ist keine offene Veranstaltung“, sagt Schulleiter Heinz Plugge. Ein enger Kreis von Ehemaligen und Freunden sei später zugelassen - diejenigen müssen angemeldet auf der Gästeliste stehen. Außerdem sei klar geregelt: Um 2.30 Uhr werde die Feier beendet. „Es gibt kein offenes Ende.“ Auch bei den Benediktinern gilt: 20 Euro und freie Getränke. Probleme habe es in der Vergangenheit nicht gegeben, sagte Plugge. Er verglich die Atmosphäre mit einer privaten Feier - „wo auch niemand an der Theke die Geldbörse zücken muss.“

Auf der Gästeliste

Dasselbe Prinzip auch am Gymnasium Schmallenberg: Für 20 Euro sind abends jene zugelassen, die auf der Gästeliste stehen. Für den Preis gibt es freie Getränke - „das ist für unsere Gäste auch günstiger.“ Probleme hatte es in der Vergangenheit nicht gegeben.

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