HAUSHALTSDEBATTE

AfD kritisiert im Bundestag Heimvorteil-Boxen aus dem HSK

Diese „Heimvorteil2GoBoxen“ erhalten heimische  Abiturienten zusammen mit  Karrieremöglichkeiten im  Hochsauerlandkreis.

Foto: Archiv

Diese „Heimvorteil2GoBoxen“ erhalten heimische Abiturienten zusammen mit Karrieremöglichkeiten im Hochsauerlandkreis. Foto: Archiv

Meschede.   Werden Steuergelder beim Projekt Heimvorteil verschwendet? Die AfD sagt Ja mit Bezug auf den Bund der Steuerzahler. Die SPD protestiert.

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Das Projekt „Heimvorteil“ im Hochsauerlandkreis ist zum Streitthema im Bundestag geworden. Die AfD hatte es während der aktuellen Haushaltsdebatte als Beispiel für Steuerverschwendung genannt. Deren Abgeordnete Dr. Birgit Malsack-Winkemann kritisierte in ihrer Rede das Förderprogramm „Land(auf)schwung“. Damit wird auch der „Heimvorteil“ finanziert.

Die Politikerin bezog sich dabei auf das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler, in dem regelmäßig Verschwendungen angeprangert werden und wo das Projekt tatsächlich erwähnt wird. Sie kritisierte dabei die „Heimvorteil2go-Box“, die an Abiturienten überreicht wird und Produkte aus der Heimat enthält: „Laut Initiative befinden sich darin eine Luftpumpe, ein USB-Stick sowie eine Dose Bier einer regionalen Brauerei. Mit dem Steuergeld sollen passgenaue Zukunftskonzepte vorangebracht werden. Wo ist hier das Zukunftskonzept?“

Zwischenfrage abgelehnt

Der heimische SPD-Abgeordnete Dirk Wiese wollte daraufhin eine Zwischenfrage stellen, die von der AfD-Politikern aber abgelehnt wurde.

Wiese äußerte sich im Anschluss verärgert: „Wer in jungen Jahren bei uns im Sauerland vor der Entscheidung steht Gehen oder Bleiben, der braucht Sicherheit, eine feste Basis und echte Perspektiven vor Ort. Das Projekt Heimvorteil stellt attraktive Arbeitgeber und spannende Karrieremöglichkeiten in meiner Heimat vor. Solche Bemühungen verdienen Anerkennung und keine Häme.“

Spenden von Unternehmen

Auf Nachfrage dieser Zeitung versicherte der Hochsauerlandkreis: Die Heimvorteil-Box besteht aus Spenden von Unternehmen, insofern sei auch der Vorwurf durch den Bund der Steuerzahler unzutreffend. Finanziert werden dagegen Bemühungen, abgewanderte Sauerländer für eine Rückkehr zu begeistern. Mit dem Projekt Heimvorteil Hochsauerland sollen Fachkräfte für Unternehmen in der Region gewonnen werden.

„Dass die AfD Anstrengungen gegen eine Abwanderung aus dem ländlichen Raum torpediert, empfinde ich als Zumutung!“, sagte Wiese. Malsack-Winkemann wollte sich auf Anfrage dieser Zeitung nicht inhaltich äußern.

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