Schule

Anmeldezahlen an Realschule in Eslohe weit übertroffen

Die Realschule Eslohe hat mehr Anmeldungen als erwartet. Die Gemeinde will das Schulzentrum erweitern.

Die Realschule Eslohe hat mehr Anmeldungen als erwartet. Die Gemeinde will das Schulzentrum erweitern.

Foto: Frank Selter

Eslohe.   An der Realschule Eslohe wird sogar eine vierte Klasse gebildet - so gut sind die Anmeldezahlen. Jetzt soll das Schulzentrum erweitert werden.

Die Esloher Realschule hat in diesem Jahr bei den Neuanmeldungen einen regelrechten Ansturm erlebt. Nach Angaben von Schulleiterin Katrin Schulte-Bärbig haben insgesamt 102 Eltern ihre Kinder für das kommende Schuljahr angemeldet. Gerechnet hatte die Schule und die Gemeinde als Schulträger mit 70 Anmeldungen.

Schulte-Bärbig spricht angesichts der Zahlen von „einem überraschenden aber auch einem sehr erfreulichen Ergebnis“. Das allerdings bringt bei aller Freude auch eine Herausforderung mit sich: Weil es nicht möglich ist 102 Schüler in drei Klassen unterzubringen, muss nun eine vierte Klasse her. Für die aber gibt es gar keinen Platz im Schulzentrum.

Deswegen soll zunächst ein Container auf dem Gelände des Schulzentrums aufgestellt werden, um so zu gewährleisten, dass alle 102 Schüler in vier Klassen ordentlich unterrichtet werden können. Angesichts der begrenzten Raumkapazität im Schulzentrum sieht weder die Verwaltung noch die Schulleitung eine andere Lösung, die kurzfristig umzusetzen wäre.

Erweiterung des Schulzentrums

Auch die benachbarte Hauptschule hat keine Räume zur Verfügung, die sie der Realschule übergangsweise zur Verfügung stellten könnte. Eher das Gegenteil sei der Fall, betont Schulleiter Rüdiger Haertel. „Wir haben eher Raumprobleme, weil wir Schule des gemeinsamen Lernens geworden sind.“

Bürgermeister Stephan Kersting zeigt auf, wohin die Reise gehen wird: „Wir werden uns im politischen Raum sehr bald damit beschäftigen, dass wir unsere gut dotierte Schulpauschale in den kommenden Jahren in die bauliche Erweiterung des Schulzentrums stecken und dabei vermutlich aufzehren werden“. Insofern zahle sich nun der für Eslohe geltende Grundsatz aus „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“.

„Hier müssen wir einen großen Wurf machen“

Realschulleiterin Katrin Schulte-Bärbig kann mit der Container-Lösung als Übergang leben. Bei vielen wecke der Begriff „Container“ falsche Assoziationen. Es handele sich dabei um gut ausgestattete Räume. Vielmehr hob sie die räumliche Nähe zum Schulgebäude und zum Schulhof hervor, die ihr als Schulleiterin wichtig sei. Sie sprach von einer guten und glücklichen Lösung.

Sozialdemokratin Nathalie Evers-Stumpf hob in einer Sitzung des Schulausschusses bereits die Wichtigkeit hervor, bei den Erweiterungsplänen, das Schulzentrum als Ganzes in den Blick zu nehmen und kein Stückwerk zu betreiben, indem nur ein Anbau an die Realschule und an die OGS erfolge, weil beide gerade nötig seien. „Hier müssen wir einen großen Wurf machen“, so Evers-Stumpf. Die Schulen an sich seien zwar in einem wirklich guten Zustand. Aber neuere Schulen seien eben komplett anders gedacht.

CDU-Fraktionschef Dr. Rochus Franzen warnte hingegen bereits davor, im Schulzentrum keinen Stein auf dem anderen lassen zu wollen. Nun das gesamte Raumkonzept und die Gebäudesituation in Frage zu stellen, halte er für übertrieben. „Die Schülerzahlen sprechen ein Stück weit für sich“, so Franzen. „Eltern melden ihre Kinder ja gerade deshalb bei uns an, weil ihnen die Schule an diesem Standort und mit diesem Konzept gut gefällt.“

>>>HINTERGRUND<<<

Rund 40 der neu angemeldeten Schüler stammen laut Realschulleiterin Katrin Schulte-Bärbig aus Grundschulen der Gemeinde Eslohe.

Weitere Neuanmeldungen kommen unter anderem aus den Grundschulen in Berge, Freienohl, Fretter, Dorlar, Altenhellefeld, Schmallenberg und dem Verbund Oene-Elspetal.

Neu hinzugekommen seien diesmal aber auch Kinder aus den Grundschulen in Bamenohl, Finnentrop und Maumke.

Angesichts des gewachsenen Einzugsgebietes stellt Bürgermeister Stephan Kersting klar: „Wir betreiben hier keine aktive Abwerbung und auch kein Sponsoring bei den Schülerfahrtkosten.“ Es handele sich vielmehr um eine Entwicklung, die einzig und allein auf der Entscheidung der Eltern und ihrer Kinder basiere.

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