Randalierer

Anwohner-Ärger: Randalierer machen immer noch Probleme

Das Foto zeigt den Platz vor dem Hit, auf dem sich abends Jugendliche treffen.

Das Foto zeigt den Platz vor dem Hit, auf dem sich abends Jugendliche treffen.

Foto: Ute Tolksdorf

Schmallenberg.  Randale, Müll und Pöbeleien sind in der Schmallenberger Kernstadt an der Tagesordnung, beschweren sich Anwohner. Es gibt Unterschriftenlisten.

Zuletzt hatte es der Frust und Ärger der Anwohner, die sich über lautstarke und randalierende Jugendliche in der Kernstadt rund um Ladenzeile, Hit-Vorplatz und Poststraße beschweren, bis in den Bezirksausschuss Schmallenberg geschafft (wir berichteten). Eine komplexe Problematik für die Politiker, die einerseits einsehen, dass die Jugendlichen einen Treffpunkt brauchen, aber auch den Ärger der Anwohner verstehen.

„Wenn es einfach zu lösen wäre, wäre es schon gelöst“, sagte daher Michael Franke (CDU). Von einem reinen Verdrängen der Jugendlichen hält er nichts. „Totenruhe wollen wir schließlich auch nicht.“ „Aber wir wollen, dass sie sich ordentlich benehmen“, entgegnete Ausschussvorsitzender Alfons Brüggemann (CDU) und gab der Verwaltung den Auftrag, sich zu kümmern.

Stadt soll Problem lösen

Randale von Jugendlichen, Müll, Pöbeleien sind in der Kernstadt an der Tagesordnung, so hatten sich Anwohner beschwert. Dazu kämen Moped-Fahrer, die mit laut aufheulenden Motoren die Straßen entlang Ladenzeile- Schmallenberger beschweren sich über Zustände bretterten. Offensichtlich hatten mehrere Ausschussmitglieder Beschwerdebriefe und Unterschriftenlisten von Schmallenbergern erhalten. „Die Sache ist nicht neu“, sagte Brüggemann. Aber offenbar werde es immer schlimmer. „Die Verwaltung muss jetzt sehen, wie sie das Problem lösen kann.“

In der Vergangenheit hätten Ordnungsamt und Polizei zwar auf die Anrufe der Anwohner reagiert, wusste Brüggemann. „Doch in den seltensten Fällen konnte dann vor Ort angekommen, tatsächlich etwas aufgenommen werden.“

Vor allem an den Sommerabenden gebe es diesen Ärger. „Nachdem die Anwohner die Jugendlichen angesprochen haben, ist es offensichtlich noch schlimmer geworden“, wusste auch Dietmar Weber (UWG). Zuletzt habe jemand dort den Anhänger der Stadtkapelle die Böschung runtergeworfen. Günter Schütte (UWG) ergänzte, dass es auch regelmäßige Treffen von Jugendlichen auf dem Grundschul-Schulhof gebe. „Das ist vor allem unschön, weil jede Menge Müll liegenbleibt und da am nächsten Tag die Grundschulkinder durchlaufen müssen.“

Harald Pickert empfahl einen Blick in die Nachbargemeinde Eslohe: „Die haben da offenbar gute Erfahrungen mit Security gemacht. Vielleicht sollte da die Verwaltung mal Kontakt aufnehmen.“

Security nicht für Bereiche zuständig

Der neue Eigentümer - die DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG mit Sitz in Berlin hatte die Ladenzeile im Herbst 2018 gekauft - hatte zuletzt einen Sicherheitsdienst für den Bereich der Ladenzeile engagiert. Mit ihrem Einsatz habe sich sofort eine Besserung der Situation vor Ort gezeigt, bestätigte Vorstand Matthias Schrade in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

„Anfangs wurden häufiger Jugendliche angetroffen, mittlerweile im Bereich der Ladenzeile überhaupt nicht mehr.“ Die Security-Kräfte sind allerdings nicht für den Bereich vor dem Hit-Markt zuständig: Dieser fällt nicht mehr in den Zuständigkeitsbereich - und ist demnach bei den Kontrollen außen vor.

Gute Neuigkeiten von der Ladenzeile

Gute Neuigkeiten hat Matthias Schrade aber trotzdem: Das Unternehmen will in Zukunft Leerstände schließen und neue Geschäfte an den Standort holen. „Es wurden außerdem bereits der Brunnen und die Beleuchtung dort in Stand gesetzt“, so Schrade. Auch die Weihnachtsbeleuchtung soll in diesem Jahr wieder funktionieren. In ein leerstehendes Ladengeschäft sei bereits ein Fahrradverleih/Fahrradhändler eingezogen.

Gespräche mit anderen möglichen Mietern laufen. „Unser Wunsch wären Mieter aus dem Bereich Hörakustik sowie ein Versicherungs- und ein Reisebüro, um die Vielfalt der Ladenzeile zu erweitern und den Bereich weiter zu beleben.“ Der Optiker-Laden habe seinen Vertrag nun langfristig verlängert. Es gehe nun darum, „die Sünden der Vergangenheit nach und nach aufzuarbeiten.“

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