Krankheiten

Ausbruch von Windpocken und Krätze in Meschede gestoppt

Eine Fachärztin für Dermatologie schaut sich einen Verdachtsfall

Eine Fachärztin für Dermatologie schaut sich einen Verdachtsfall

Foto: Foto: Michael Kleinrensing

Meschede.   Kinder mussten daheim bleiben, weil sie nicht geimpft waren, andere erkrankten: Das Gesundheitsamt zieht Bilanz zur Windpocken- und Krätze-Welle.

Gute Nachrichten zum Start der Herbstferien: Der Windpocken-Ausbruch in Meschede ist gestoppt. Das Gesundheitsamt gibt Entwarnung. Auch zu den gemeldeten Krätze-Fällen an der Realschule St. Walburga und der Grundschule Eversberg/Wehrstapel sind keine neuen hinzugekommen.

Krätzmilben (Skabies)

An der Grundschule und der Realschule waren jeweils ein Kind an der Hautkrankheit, die durch Krätzmilben verursacht wird, betroffen. Schulleitung und Eltern waren entsprechend informiert worden. Da es sich um eine meldepflichtige Krankheit gehört, wurden die Fälle auch dem Kreisgesundheitsamt gemeldet. Die Kinder durften die Einrichtung bis zur ärztlich bestätigten Genesung nicht mehr besuchen.

„Krätzmilben treten häufig in Gemeinschaftseinrichtungen auf“, erklärt Dr. Peter Kleeschulte, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Dazu gehören zum Beispiel Pflegeheime, Kindergärten und Schulen. Dr. Kleeschulte sieht keinen „wesentlichen Anstieg“ in den vergangenen Jahren.

Die Zahlen im Hochsauerlandkreis in den vergangenen Jahren: 2016 gab es 78 gemeldete Fälle, 2017 115 Fälle und im aktuellen Jahr sind es bisher bereits 97 Fälle.

Hierbei handele es sich jedoch nur um die Fälle, die auch der Behörde gemeldet werden. Die tatsächliche Fallzahl sei höher, vermuteter er.

Laut Dr. Kleeschulte sind die Krätzmilben gut zu behandeln. Die Patienten erhalten Cremes oder Medikamente und können die Einrichtungen nach kurzer Zeit wieder besuchen, beziehungsweise das Besuchsverbot in Pflegeheimen wird schnell aufgehoben. Wichtig sei jedoch, dass einige Hygienemaßnahmen eingehalten werden: Kleidung und Handtücher sollten bei 60 Grad gewaschen, Polster und Teppiche gründlich abgesaugt werden.

Schwieriger als die Behandlung sei jedoch eine exakte Diagnose. Dr. Kleeschulte: „Es ist immer zu empfehlen, einen Dermatologen aufzusuchen.“

Windpocken

Der Ausbruch der Windpocken an Mescheder Schulen und Kindergärten ist, so der Leiter des Gesundheitsamtes, gestoppt. Erkrankt waren Kinder an der Grundschule Unter dem Regenbogen und an der St.-Walburga-Realschule. Auch ein Kind im St.-Walburga-Kindergarten war erkrankt.

Die Infektionskette wurde durch Maßnahmen des Gesundheitsamtes unterbrochen. An den betreffenden Einrichtungen durften insgesamt mehr als 130 Kinder für 16 Tage die Einrichtungen nicht besuchen, da sie nicht über einen ausreichenden Impfschutz verfügten.

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