Auseinandersetzung mit Demenz

Schmallenberg.   Einen weiteren Höhepunkt im Programm der Kulturellen Vereinigung haben am Sonntag 200 Zuschauer in der voll besetzten Aula des Schulzentrums erlebt. Beim Gastspiel der Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig war die Tragikomödie „Honig im Kopf“ in einer Bühnenfassung des Til-Schweiger-Films zu sehen.

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Einen weiteren Höhepunkt im Programm der Kulturellen Vereinigung haben am Sonntag 200 Zuschauer in der voll besetzten Aula des Schulzentrums erlebt. Beim Gastspiel der Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig war die Tragikomödie „Honig im Kopf“ in einer Bühnenfassung des Til-Schweiger-Films zu sehen.

Dem vierköpfigen Ensemble gelang es dabei auf sehr eindrucksvolle Weise, die Tragik der Krankheit „Alzheimer“ mit einer guten Mischung aus lustigen und traurigen Momenten als eine Geschichte, die das Leben schreibt, zu präsentieren.

Im Vergleich zum Film konzentrierte sich die Bühnenfassung auf die Kommunikation der Familienmitglieder und kam mit einfachsten Mitteln aus: zwei Bücherregale, vier Stühle und ein Tisch, später ein Lenkrad um Autofahren zu simulieren, reichten vollkommen aus, um die verschiedenen Stationen der Handlung anschaulich werden zu lassen.

Viel Beifall für vier Schauspieler

Die vier Schauspieler verdienten sich den lang anhaltenden Applaus des Publikums durch eine sehr starke Leistung. Anne Bedenbender gelang es als Enkelin Tilda, die ihren Großvater versteht und alles für ihn tut, sehr überzeugend, eine Elfjährige zu spielen, obwohl sie im „richtigen Leben“ mehr als doppelt so alt ist. Dazu verhalfen ihr nicht nur Girlie-Attribute wie Zöpfe und Sneaker, sondern auch eine raumfüllende Mädchenstimme.

Der von vielen Fernseh-Rollen bekannte Achim Wolff gab den dementen Großvater, der dem Film-Amandus Didi Hallervorden mindestens ebenbürtig ist. Astrid Kohrs und Carsten Speck, der auch für die einfühlsame Musikuntermalung verantwortlich zeichnete, zeigten ein erstaunlich realistisches Bild eines Ehepaares, das zwischen beruflichen Herausforderungen, Schwierigkeiten in der Partnerschaft und den Sorgen um den dementen Vater zu verzweifeln droht.

Insgesamt erlebten die Zuschauer eine bewegende Geschichte, die mit ihrem humorvollen Zugriff auf ein aktuelles Thema einen Weg aufzeichnete, mit einer sehr ernsten Krankheit umzugehen.

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