Tourismus

Auszubildende bringen Wohnmobil-Route in Schmallenberg voran

Mit der neuen Schmallenberger Sauerland-Reisemobil-Route  sollen Stellplätze präsentiert werden, die einen Mehrwert bieten.    

Mit der neuen Schmallenberger Sauerland-Reisemobil-Route sollen Stellplätze präsentiert werden, die einen Mehrwert bieten.    

Foto: Touristinformation Schmallenberger Sauerland

Schmallenberg.   Es sind auch die Auszubildenden, die für Schmallenberg immer wieder neue Ideen entwickeln. Philipp Pöhlke (22) hat eine Wohnmobil- Route geplant.

Zum dritten Mal hat ein Auszubildender eine Abschlussarbeit in seine Ausbildungsstadt geholt. Dank einer guten Idee und der Unterstützung durch Hubertus Schmidt, Geschäftsführer des Schmallenberger Sauerland Tourismus. Philipp Pöhlke (22), Auszubildender beim Bad Fredeburg g.u.t. berichtet von der neu geschaffenen „Schmallenberger Sauerland Reisemobil-Route“.

Wie ist die Idee entstanden?

Philipp Pöhlke: Zur Ausbildung als Kaufmann für Tourismus und Freizeit gehört es, dass man im dritten Ausbildungsjahr ein touristisches Produkt für die Region entwickelt. Vor ziemlich genau einem Jahr gab es dann in der WP einen Bericht mit Angela Hoppe, die beklagte, dass die Region den boomenden Wohnmobil-Tourismus verschläft. Das war eine Idee, die wir aufgegriffen haben.

Was haben Sie konkret entwickelt?

Wir wollten keine neuen Reisemobilstellplätze entwickeln, sondern haben die Idee des Textes aufgegriffen, bestehende Stellplätze zu vernetzen und besser zu vermarkten. Auch bisher gab es Angebote, aber sie waren für Reisende einfach noch nicht gut sichtbar. Wir haben einen Anforderungskatalog entwickelt - von der WC-Nutzung, über Strom- und Wasseranschluss bis zur Möglichkeit Info-Material auszulegen und haben dann nach besonders hochwertigen und ansprechenden Plätzen gesucht, die auch einen Mehrwert bieten?

Ein Mehrwert? Was soll das sein?

Das kann ein Platz mit einer besonderer Aussicht sein, mit einer guten Anbindung an das Schmallenberger Rad- und Wanderwegenetz, mit einem kulinarischen Angebot oder auch mit einem besonderen Vermieter, der sich und seinem Platz als Schmallenberger Original präsentiert. Wir wollten, dass dort das Schmallenberger Sauerland bestmöglich präsentiert wird.

War es schwer, die entsprechenden Plätze zu finden?

Da haben wir wohl offene Türen eingerannt. Auf einen ersten Aufruf meldeten sich sofort acht Betreiber. Zwei hatten sich schon länger mit dem Gedanken getragen, so etwas anzubieten, für die war unser Aufruf jetzt der Anstoß tätig zu werden. Die anderen gab es schon, dort war man dankbar für unser Vermarktungsangebot.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Die klassischen Reisemobilisten sind die so genannten Best-Ager, die Gruppe 50plus, sehr aktiv und ohne Kinder unterwegs, mit Sinn für Wandern, Radfahren, gutes Essen und Trinken.

Die Route steht, die Homepage bündelt die Angebote und stellt sie vor. Sie geht in der nächsten Woche online. Was ist der nächste Schritt?

Im Sommer soll es noch eine Bilderstrecke geben, die bei Klaus-Peter Kappest in Auftrag gegeben werden soll. Wünschen würde ich mir dann, dass unsere Arbeit erstmal ein Anstoß war, an die sich weitere Anbieter anschließen. Auch die Entwicklung weiterer Routen wäre schön.

Wie kommt es, dass zum dritten Mal eine Gruppe Auszubildender, die in Köln zur Berufsschule geht und aus ganz NRW kommt - nach der Kulinarischen E-Bike-Tour durch die Golddörfer und die Kulinarische Stadtführung durch Schmallenberg - erneut ein Schmallenberger Angebot entwickeln?

Das liegt einfach auch an der guten Unterstützung durch die Schmallenberger Sauerland Tourismus GmbH. Hubertus Schmidt unterstützt uns da organisatorisch und finanziell, wenn er überzeugt ist, dass es sich lohnt. Einige Tourismuschefs sind da offensichtlich zögerlicher.

Gemeinsam mit Philipp Pöhlke haben die Route erarbeitet: Ornela Bickert vom Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Lea Kautz, von Landal Green Parks, Miriam Seifert von der Sennegemeinde Hövelhof und Lisa Weinrich vom Verkehrsverein Paderborn.

>>>HINTERGRUND

Zur Schmallenberger Sauerland Reisemobil-Route gehören:

das Hotel Kleins Wiese, die Freizeitwelt Sauerland mit der Kletterhalle und Thikos Kinderland (noch nicht fertiggestellt), das Freizeitgebiet Hohe Lied, der Landgasthof Seemer in Wenholthausen, die Skihütte Schanze, die Familie Mertens in Winkhausen mit der angegliederten Tischlerei, der Aussiedlerhof der Familie Brögger in Obermarpe und der Gasthof Hubertushöhe in Latrop.

Die Übernachtung auf den Stellplätzen kostet 10 bis 15 Euro. Bei einigen Anbietern gibt es Spezialangebote. So kostet die Übernachtung auf dem Stellplatz von Kleins Wiese nichts, wenn die Gäste im Hotel frühstücken oder zu Abend essen.

Weitere Infos findet man auf der Homepage: www.schmallenberger-sauerland.de

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