Prozess

Bad Fredeburg: Urteil fällt nach Betrug mit Windkraftanlagen

Das Urteil im Betrugsprozess

Foto: Kurt Michelis

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Bad Fredeburg.   Vorstandsmitglieder der früheren Sternberg AG aus Lenne sind wegen Betrugs verurteilt worden. Sie hatten funktionslose Windkraftanlagen verkauft.

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Zu einer Freiheitsstrafe von jeweils einem Jahr sind zwei Vorstandsmitglieder der früheren Sternberg AG im Amtsgericht in Bad Fredeburg verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Den Tatvorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs sah das Gericht bestätigt: Die Männer hatten ihre Kunden beim Handel mit neuartigen Windkraftanlagen getäuscht. Die Anlagen befanden sich zum Zeitpunkt der Vermarktung noch in der Entwicklung und erfüllten auch später nie ihren Zweck.

Firma ist mittlerweile insolvent

Im Sommer 2012 hatte die Firma Sternberg aus Lenne eine der Anlagen ins rheinland-pfälzische Darscheid und drei weitere nach Wuppertal verkauft. Wegen technischer Probleme kam es allerdings nie dazu, dass über die Anlagen Strom ins Netz eingespeist werden konnte. Dem Firmenvorstand war das Risiko beim Aufstellen der Anlagen bewusst, den Kunden nach eigener Aussage nicht.

Bereits einige Monate später meldete das Unternehmen mit Sitz in Lenne Insolvenz an. Ihr Geld haben die Kunden verloren und die Anlagen sind an beiden Standorten mittlerweile abgebaut worden. Zusätzlich zur Freiheitsstrafe verhängte das Gericht gegen beide Angeklagte Geldbußen von jeweils 5000 Euro. Sie sollen an gemeinnützige Einrichtungen im Schmallenberger Stadtgebiet gehen.

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