Katastrophenschutz

Bei Großbrand und Hochwasser: Neue Fahrzeuge für Feuerwehr

Der Wasserförderzug der Feuerwehren im Hochsauerlandkreis übt am Feuerwehrzentrum in Enste.

Der Wasserförderzug der Feuerwehren im Hochsauerlandkreis übt am Feuerwehrzentrum in Enste.

Foto: E. Schmidt

Hochsauerlandkreis.  Durch Fördermittel des Landes hat die Feuerwehr des HSK neue Fahrzeuge erhalten, die bei Großbrände und Hochwasser zum Einsatz kommen.

Der Hochsauerlandkreis hat im Rahmen der Förderung des Katastrophenschutzes ein neues Wechselladerfahrzeug mit Hytrans HFS Abrollbehälter und einen Logistikgerätewagen vom Land NRW erhalten.

Einer von 16 Standorten in NRW

Damit ist der Wasserförderzug Hochsauerlandkreis zurzeit eine von sechzehn Einheiten in NRW. Kürzlich stellten Bernd Krause, Kreisbrandmeister, und das ehrenamtliche Führungsteam die neuen Fahrzeuge Landrat Dr. Karl Schneider vor. „Ich freue mich, dass der Hochsauerlandkreis einen der 16 NRW-Standorte mit einer Spezialausrüstung für Hochwasserlagen und Großbrände vorhält. Ich hoffe, dass es zu solchen Katastrophen nicht im Hochsauerlandkreis kommt, aber wir sind jetzt bei solch schwierigen Einsatzlagen bestens aufgestellt“, sagte Landrat Dr. Karl Schneider.

Abhilfe bei Waldbränden

„Darüber hinaus können wir mit den neuen Fahrzeugen anderen Kreisen und Feuerwehreinheiten unsere Unterstützung anbieten“, ergänzte er. „Die Hauptaufgaben unseres neuen Fahrzeuges sind die Wasserförderung von großen Wassermengen über längere Wegstrecken zur Brandbekämpfung oder das Abpumpen größerer Wassermengen, beispielsweise aus überfluteten Gebieten“, so Bernd Krause. „Auch bei der aktuellen Waldbrandgefahr verstärkt durch den Borkenkäfer würden die beiden Fahrzeuge bei einem Einsatz für eine erhebliche Arbeitserleichterung sorgen“, ergänzte er.

Das Kernstück des Wechselladerfahrzeuges WLF32 ist das niederländische Hytrans Fire-System, ein Abrollbehälter mit 2 Kilometer „F“-Schlauch (Druchmesser 150mm) und einer diesel-hydraulischen Schwimmpumpe mit einer Motorleistung von 147kW/200PS. Für einen Einsatz wird auf dem Logistikgerätewagen weiteres Zubehör wie drei Hochwasserpumpen, Schlauchbrücken und Schlauchmaterial in der Größe 12-Zoll (300mm Durchmesser) mitgeführt.

Zusammen mit weiteren Wasserförderzügen aus NRW konnten die Sauerländer Wehrleute vor kurzem mit den neuen Fahrzeugen, drei HFS-Pumpen und rund 5.000 Meter Schlauchlänge verschiedene Übungen am Kahlen Asten in Winterberg durchführen. „Um die Wassermenge bei einem Einsatz mit herkömmlichen Feuerwehrpumpen zu erreichen, wären 14 Pumpen und 20 Kilometer B-Schläuche erforderlich gewesen“, berichtete der Kreisbrandmeister Bernd Krause.Aktuell bilden 70 ehrenamtliche Einsatzkräfte die Gesamtstärke des Zuges.

Zum Wasserförderzug Hochsauerlandkreises gehören insgesamt nun fünf Fahrzeuge: Wechselladerfahrzeug WLF32, Gerätewagen Logistik GW-L2, Führungsfahrzeug Kommandowagen, Mannschaftstransportfahrzeug MTF, Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF10.

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