Bergbau

Bergbaumuseum Ramsbeck will Kindergeburtstage anbieten

Museumsleiterin Friederica Ihling möchte das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck stärker verankern.  „Die Menschen sollen erleben, dass im Museum die Geschichte ihres Ortes gepflegt wird“, sagt sie.

Foto: Gemeinde Bestwig

Museumsleiterin Friederica Ihling möchte das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck stärker verankern. „Die Menschen sollen erleben, dass im Museum die Geschichte ihres Ortes gepflegt wird“, sagt sie. Foto: Gemeinde Bestwig

Ramsbeck.   Im Bergbaumuseum Ramsbeck wird es bald Angebote für Kindergeburtstage geben. Das ist aber längt nicht die einzige neue Idee.

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Voller Elan hat sich Friederica Ihling an ihre neue Aufgabe gemacht: Die 35-Jährige leitet seit Anfang des Jahres das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck. Den Charme und die Stärken unter und über Tage will sie unbedingt erhalten – und noch besser zur Geltung bringen: „Ich sehe hier ein großes Potenzial, das es voll auszuschöpfen gilt. Man muss den Rohdiamanten so schleifen, dass er funkelt“, sagt sie.

„Ich bekomme unglaublich viel Unterstützung“

Der Unterschied zu ihrer bisherigen Stelle im Zeppelin-Museum in Friedrichshafen am Bodensee ist groß: „Die Strukturen, das Umfeld und die Abläufe sind anders.“ Das Team des Museums hat sie sehr gut aufgenommen: „Ich bekomme unglaublich viel Unterstützung“, berichtet sie, „wenn wir ein Problem haben, denke immer viele mit an einer Lösung.“

Auch von vielen anderen wie dem Förderverein, den Touristikern und den Museumskollegen in der Region sei sie mit offenen Armen empfangen worden: „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man nicht mit allem allein ist.“

Neu ist für Friederica Ihling auch als Kind des Ruhrgebiets das Thema Bergbau: „Mit den Inhalten muss ich mich erst vertraut machen.“ Um sich „tief in die Materie einzuarbeiten“, schätzt sie neben viel Lektüre auch, dass sie „viel mit Leuten sprechen kann, die sich auskennen“. An ihre vorherigen Erfahrungen kann sie jedoch „bei vielen Museumsstandards“ anknüpfen: „Wie präsentiere ich eine Ausstellung, wie pflege ich den Bestand – das ist unabhängig vom Thema überall ähnlich.“

Neue Themenbereiche erschließen

Auch, dass sie nun für „das ganze Feld der Museumsarbeit“ zuständig ist, ist neu: „Mit Finanzen oder Personal hatte ich vorher nichts zu tun. Es gibt viele neue Aufgabenfelder für mich.“ Aber genau das habe sie an der neuen Aufgabe in Ramsbeck gereizt, betont Friederica Ihling.

Ein wenig Bergmanns-Vokabular fließt schon wie selbstverständlich ins Gespräch ein. Sie will nicht nur am Schreibtisch sitzen: „Wenn man eine Geschichte erzählen will, muss man die Geschichte ja kennen.“ Neue Themenbereiche zu erschließen, sei das, „was mir an meiner Arbeit so viel Spaß macht“, erzählt die Historikerin.

Konzept für Kindergeburtstage ist so gut wie fertig

Im Bereich der Vermittlung von Bergbaugeschichte möchte sie das Sauerländer Besucherbergwerk „noch besser machen“. Dank einer halben Stelle für Museumspädagogik, die zum 1. Mai geschaffen wurde, sollen künftig verstärkt für Schulklassen oder Kindergärten Themenführungen und Workshops angeboten werden. Ein Konzept für Kindergeburtstage und Grundschüler ist bereits so gut wie fertig. Nach und nach sollen weitere Programme entwickelt werden: „Da hat das Haus unheimlich viel Potenzial“, sagt die 35-Jährige.

„Hier kann man einen runden Tag haben“

Wichtig sei, bei Schulen und Kindergärten deutlich zu machen: „Hier kann man einen runden Tag haben. Man kann Spaß haben und zugleich etwas lernen.“ Derzeit ist sie dabei, ein Netzwerk aufzubauen, mögliche Kooperationspartner kennenzulernen.

„Der Bereich Bildung und Vermittlung ist mir ein Anliegen“, sagt Ihling. Ein Beispiel: Einen Audio-Guide für den Unter-Tage-Bereich auf Niederländisch und Englisch hält sie für notwendig, um auch den vielen ausländischen Gästen während der Führungen mehr Informationen zu vermitteln.

Noch stärker verankern möchte sie das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck: „Die Menschen sollen erleben, dass im Museum die Geschichte ihres Ortes gepflegt wird.“

Über Tage und unter Tagen och besser verzahnen

Das Unter-Tage-Erlebnis will Friederica Ihling noch besser mit dem Museum über Tage verzahnen. Das Museum solle nicht nur „eine Wartehalle für die Grubeneinfahrt“ sein, sondern mit verschiedenen Medien, Filmen und Texten ein bisschen runder gemacht werden, damit Besucherinnen und Besucher den Unter-Tage-Bereich noch besser verstehen können.

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