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Bloggerin entlockt Winnetou-Darsteller private Details

Sauerland-Bloggerin Stefanie Funke (Mitte) interviewt Winnetou-Darsteller Jean-Marc Birkholz und dessen Frau Valentina Gartsuyeva am Hennesee in Meschede.

Sauerland-Bloggerin Stefanie Funke (Mitte) interviewt Winnetou-Darsteller Jean-Marc Birkholz und dessen Frau Valentina Gartsuyeva am Hennesee in Meschede.

Foto: Ilka Trudewind

Meschede/Altenhundem.  Steffi Funke schreibt in ihrem Blog Zauberhaftes Sauerland über die schöne Heimat. Im H1 traf sie nun Winnetou-Darsteller Jean-Marc Birkholz.

Überall, wo sie hinschaue, sei es so grün. „Das ist gut für meine Seele“, sagt Valentina Gartsuyeva (32). Die Berge, die Bäume, das Wasser. Ja, der Hennesee. Am liebsten wäre die blonde Weißrussin direkt hineingesprungen. Die Worte, die die Schauspielerin für das Sauerland findet, klingen fast magisch. Stefanie Funke (34) lächelt, denn sie teilt diese Gefühle für ihre Heimat.

Seit Weihnachten 2017 betreibt Funke die Internetseite „Zauberhaftes Sauerland“. Ein erfolgreicher Lifestyle-Blog über all die schönen Seiten des Sauerlandes, über Menschen und Marken. Auch auf Instagram folgen ihr bereits mehr als 3000 Menschen.

Nächste Folge erscheint

In einem ihrer nächsten Texte im Internet wird das Paar Valentina Gartsuyeva und Jean-Marc Birkholz die Hauptrollen spielen. Er verkörpert seit zwölf Jahren den Winnetou bei den Elsper Karl-May-Festspielen, sie ist ebenfalls eine Schauspielerin und besucht ihren Mann derzeit im Sauerland.

Private Details über den Winnetou-Darsteller

Im vergangenen Herbst hatten sich der Schauspieler Birkholz und die Sauerland-Bloggerin Funke zu einem Gespräch getroffen. Deshalb startet das aktuelle Interview vor herrlicher Kulisse des Hennesees gleich mit einer gewissen Vertrautheit. „Du hast so eine angenehme, bescheidene Art und wenn Du über das Sauerland sprichst, leuchten Deine

Augen“, sagt Jean-Marc Birkholz auf eine charmante Art.

Köln und Berlin sind spannend, das Sauerland entspannt

Auch Birkholz schätzt das Sauerland. Er lebte viele Jahre in Köln und Berlin, im Herbst zog er schließlich nach Minsk zu seiner Frau. Sie hat ein Engagement am dortigen Nationaltheater und stammt aus einer weißrussischen Schauspielerdynastie. Ihr Großvater hatte das Schauspielhaus mitgegründet. Sie kann ihren Mann nur im August besuchen, da das Theater dann Spielpause hat. Im Sommer bleibt Birkholz immer drei Monate für die Festival-Saison in Elspe. „Hier kann ich sehr gut mit mir allein sein. Ich langweile mich nie. Der Ort entspannt mich.“

Gut vorbereitet und zugewandt

Gut vorbereitet, zurückhaltend, zugewandt. Stefanie Funkes Art, Interviews zu führen, ist sehr sympathisch. So entlockt sie auch dem Winnetou-Darsteller private Details – ohne Sensationslust. Jean-Marc Birkholz erzählt, wie er seine Frau Valentina

zunächst während einer Film-Produktion in Belarus kennengelernt hat. Im Jahr 2017 trafen sie sich wieder: Er spielte einen Nazi, sie eine russische Spionin. Er musste sie erschießen. „Amors Pfeil steckte vielleicht in der Kugel“, sagt Birkholz mit einem Schmunzeln.

Zauberhaftes Sauerland als Hobby

Steffi Funke betreibt die Seite als Hobby, Geld verdient sie damit nicht. „Allerdings betreue ich jetzt auch Instagram-Accounts von Firmen. Mit diesem Geld kann ich dann kostendeckend arbeiten“, erklärt sie. Ihr Blog erregt mittlerweile schon so große Aufmerksamkeit, dass sich Unternehmen und Menschen melden, damit Funke über sie schreibt. Entsprechend groß ist die Vielfalt auf ihrer Seite – von der Gin-Brennerei bis hin zum Schuhgeschäft.

Als Referendarin bei den Bennis

„Ich bin immer auf der Suche nach spannenden Menschen“, sagt die 34-Jährige, die hauptberuflich als Lehrerin an einer Gesamtschule in der Nähe von Soest unterrichtet. Sie kommt ursprünglich aus Altenhundem und arbeitete als Referendarin auch am Gymnasium der Benediktiner in Meschede. Gern würde sie auch im Sauerland arbeiten, aber das habe sich damals nicht ergeben. „Leider“, sagt sie.

Wie sie zu einer Sauerland-Botschafterin wurde, beschreibt sie in ihrem ersten Blogeintrag Weihnachten 2017. Während ihres Studiums in Marburg erntete sie immer die gleiche Reaktion, wenn sie erzählte, dass sie aus dem Sauerland komme. „Statt die freudige Erinnerung an den letzten Wanderausflug ins Rothaargebirge oder den Skiurlaub in Winterberg lassen die Gesichter der Menschen eher einen anstehenden Zahnarztbesuch oder gähnende Langeweile vermuten.“ Und eben diesen Zahn möchte sie den Menschen ziehen. Obwohl sie ihre Geschichten eigentlich für Leute schreibt, die das Sauerland so lieben wie sie.

Apache liebt das Sauerland

Stefanie Funke liebt es, in jeder Ecke des Sauerlandes neue Geschichten zu entdecken – von Lennestadt bis Lendringsen, von Arpe bei Kückelheim bis Meschede. Darunter kann dann auch einmal eine Straße sein, die das Navi noch nicht kennt. So ging es auch Jean-Marc Birkholz, als er die Adresse zum H1 am Hennesee eintippte. „Ich bin schon so oft an diesem See vorbei gefahren, aber ich habe noch nie angehalten. Das Lokal gefällt mir sehr gut. Es ist wunderbar, dass es morgens schon so voll ist, weil die Menschen sich hier zum Frühstück treffen“, sagt er. Winnetou muss Funke also nicht vom Sauerland überzeugen, der Apache liebt es genauso wie sie.

  • Stefanie Funke trifft sich für ihre Interviews mit Unternehmern oder Privatleuten und stellt ihre Geschichten vor.
  • Darunter zum Beispiel Geschichten über Sauerländer, die bunt bemalte Steine auf Wanderstrecken auslegen, die so genannten Sauerland-Stones. Oder über die Wirtschafts-Initiative „Mein HSK“, einen Kaffeeröster aus Brilon oder das Familotel Ebbinghof.
  • Die Internet-Seite: www.zauberhaftes-sauerland.com; auch die Instagram-Seite heißt Zauberhaftes Sauerland.

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