Abriss

Bödefelder Ortsmitte verändert sich

Mitten im Ort, direkt gegenüber der Pfarrkirche, liegt das Gebäude, in dem noch die Biologische Station untergebracht ist. Es ist das große weiße Gebäude auf dem Bild, schräg links unterhalb der Kirche. Foto:Hans Blossey

Mitten im Ort, direkt gegenüber der Pfarrkirche, liegt das Gebäude, in dem noch die Biologische Station untergebracht ist. Es ist das große weiße Gebäude auf dem Bild, schräg links unterhalb der Kirche. Foto:Hans Blossey

Bödefeld.   Die Biologische Station zieht nach Brilon. Das marode Gebäude in Bödefeld wird dann abgerissen – es sind Ideen für eine neue Ortsmitte gefragt.

Die Ortsmitte von Bödefeld wird sich noch in diesem Jahr deutlich verändern: Die Mitarbeiter der Biologischen Station werden in wenigen Woche die letzte Kiste zusammenpacken und an ihren neuen Standort ziehen. Dann steht der Abriss des maroden Gebäudes an der St.-Vitus-Schützen-Straße bevor.

Stadt will Grundstück kaufen

Das ehemalige Schwesternhaus ist nicht nur zu klein geworden für die Arbeit der Naturschützer, auch der Zustand des alten Gemäuers und seiner Heizungsanlage sind schlecht. Sogar so schlecht, dass eine Sanierung zu teuer wäre.

Die Biologische Station des Hochsauerlandkreises wird in Zukunft in Brilon untergebracht sein, in einer ehemaligen Ausbildungsstätte für Feuerwehrleute. Die wiederum wurde bereits nach Meschede verlagert. Das Grundstück mitten in Bödefeld ist noch im Besitz des HSK, soll aber bald an die Stadt übergehen.

„Der Kreistag hat beschlossen, es an die Stadt Schmallenberg zu verkaufen und außerdem dem Abriss mehrheitlich zugestimmt“, sagt Jürgen Uhl, Sprecher des HSK. Die Abrisskosten würden sich Stadt und Kreis teilen, so Uhl.

Von Seiten der Stadt bestätigt der Technische Beigeordnete Andreas Dicke, dass ein Kauf verhandelt wird. Noch sei dieser Prozess aber nicht abgeschlossen. Auch der genaue Zeitplan für den Abriss steht noch nicht. „Der Umzug der Biologischen Station ist für Anfang April geplant“, sagt Uhl.

Bödefelder wollen Schandfleck vermeiden

Schon bevor der Abrissbagger in ihre Ortsmitte rollt, beschäftigen sich die Bödefelder damit, wie das Areal an der Kreuzung von St.-Vitus-Schützenstraße, Hunaustraße und Graf-Gottfried-Straße später genutzt und gestaltet werden könnte. Vertreter aus Politik und Vereinen haben sich darüber bereits ausgetauscht und sich vor allem in einem Wunsch einig: Dass die Bödefelder in die Planung mit einbezogen werden. „Natürlich, das macht auch Sinn“, sagt Dicke. Er hatte bereits im vergangenen Jahr vorgeschlagen, zum Beispiel eine Art Bürgerwerkstatt zu veranstalten, bei der Vorschläge gesammelt werden.

Die Bödefelder hoffen, dass sich die Pläne schnell umsetzen lassen, sie wollen einen dauerhaften „Schandfleck“ mitten ihrem Ort vermeiden. Die Dorfgemeinschaft will außerdem bald 675 Jahre Freiheitsrechte feiern, die Planungen laufen. Schon im vergangenen Jahr hatte der mittlerweile verstorbene Bezirksausschussvorsitzende Franz-Josef Klauke darauf gedrängt, dass Veränderungen bis zu den Feierlichkeiten sichtbar sein sollten.

>> 675 JAHRE FREIHEITSRECHTE

Das Dorf Bödefeld bekam im Jahr 1342, also vor 675 Jahren, die Freiheitsrechte vom Arnsberger Grafen Gottfried erteilt.

Als „Freiheit“ wurden Orte bezeichnet, die von den Bürgern selbst verwaltet wurden.

An dieses historische Ereignis wollen die Bödefelder in diesem Sommer mit einer Feier erinnern, die Planungen dazu laufen bereits.

Folgen Sie der WP Meschede auch auf Facebook.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben