Brandstiftung

Bücherschränke in Meschede angesteckt - Neueröffnung unklar

Abgesperrt mit Flatterband, es riecht nach Verbranntem: der Bücherschrank in der Fritz-Honsel-Straße in Meschede wurde zerstört.

Abgesperrt mit Flatterband, es riecht nach Verbranntem: der Bücherschrank in der Fritz-Honsel-Straße in Meschede wurde zerstört.

Foto: Oliver Eickhoff

Meschede.   In der Nacht zum Freitag hat es in Meschede an zwei Stellen gebrannt. Jeweils gingen Bücherschränke in Flammen auf. Hier sind die Fakten.

Feuerwehr und Polizei sind in der Nacht zum Freitag zweimal alarmiert worden. Jeweils standen öffentliche Bücherschränke in Flammen.

Der erste Einsatz fand gegen 3.50 Uhr in der Fritz-Honsel-Straße statt. Die Bücherzelle dort war schon mehrfach Schauplatz von Vandalismus. Dieses Mal stand der mittlere Bereich komplett in Flammen. Die Scheiben sind zersprungen, Teile des Metallgehäuses sind beschädigt. Den Brand konnten die zehn Einsatzkräfte frühzeitig löschen.

Der Einsatz für den Löschzug Meschede unter Leitung von Holger Peek war noch nicht ganz beendet, da meldete die Leitstelle gegen 4.10 Uhr eine weitere brennende Bücherzelle - dieses Mal in der Südstiege. Dort blieb der Schaden gering, weil die Einsatzkräfte frühzeitig eintrafen.

Polizei bittet um Hinweise

Sie konnten allerdings sehen, wie der Täter vorgegangen war: Ein Buch war aus dem Regal herausgezogen worden und an der Stelle war Feuer gelegt worden. Die Polizei geht demnach in beiden Fällen von Brandstiftung aus. Sie bittet um Hinweise von Zeugen unter 0291 / 90200.

Bislang gibt es keine konkreten Spuren. Möglicherweise hat ein Unbekannter eine Spur des Vandalismus durch Meschede gezogen. Beginn war an der Fritz-Honsel-Straße, Ende an der Südstiege. Dazwischen, im Bereich der Zeughausstraße, war den Einsatzkräften aufgefallen, dass Papier und Servietten auf die Straße gekippt worden waren.

Kosten zur Wiederherstellung

Beide Bücherschränke sind momentan nicht mehr nutzbar. Der in der Südstiege war privat eingerichtet worden, kann aber von jedem genutzt werden. Ob das öffentliche Angebot in der Fritz-Honsel-Straße wieder aufgebaut wird, ist unklar: „Das ist sehr ärgerlich, dass es Leute gibt, die diese Dinge zerstören“, sagte Christoph Hermes vom Stadtmarketing Meschede.

Gemeinsam mit dem Bauhof hat das Team am Morgen danach den Schaden begutachtet und den Bereich gesäubert. Entscheidend sei, wie hoch die Kosten zur Wiederherstellung des Bücherschranks seien, sagte Hermes. Denn: Es ist bereits das dritte Mal, dass hier Kosten durch Vandalismus anfallen. Beim ersten Mal war der Schaden so heftig, dass der Sponsor ITH erneut Gelder bereitgestellt hatte.

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