Eröffnung

Bücherschrank bereichert Kurpark in Wenholthausen

Die Jungen und Mädchen der Grundschule Wenholthausen stürmen den Bücherschrank. Auch Kinderbücher stehen dort zur Verfügung.

Die Jungen und Mädchen der Grundschule Wenholthausen stürmen den Bücherschrank. Auch Kinderbücher stehen dort zur Verfügung.

Foto: Gudrun Schulte

Wenholthausen.   Der erste Bücherschrank in der Gemeinde Eslohe steht in Wenholthausen. Er ist in einer feierlichen Zeremonie im Kurpark enthüllt worden.

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Seine Errichtung geht auf eine Initiative des Wenholthausers Albert Nagel zurück. Nagel ist als rühriger Rentner mit vielen Aufgaben im Dorf betraut. „Ich haben schon oft Bücherschränke gesehen - sogar in kleinsten Dörfern“, sagt er. Und irgendwann habe er sich die Frage gestellt: „Warum haben wir so etwas eigentlich nicht. Albert Nagel sprach kurzerhand mit Bürgermeister Stephan Kersting, der daraufhin Kontakt zum Energieversorger innogy knüpfte. Mit Erfolg! Das Unternehmen erklärte sich bereit, die Finanzierung des Schranks zu übernehmen.

Gute Bücher werfen Literaturfreunde nicht einfach weg – stattdessen werden sie oft und gerne geteilt. Genau diese Möglichkeit haben die Bürgerinnen und Bürger von Wenholthausen ab sofort mit dem Bücherschrank.

Denkbar einfaches System

Das System ist einfach: Jemand stellt seine bereits gelesenen Bücher in den Schrank, andere nehmen sie sich dafür heraus. Der Bücherschrank steht jetzt im Kurpark. Er ist rund um die Uhr geöffnet ist, besteht aus wetterfestem Cortenstahl und fügt sich gut in das Ortsbild ein. Die Türen schließen selbsttätig, so dass die Bände immer vor Regen geschützt sind. Das untere Fach ist für Kinderbücher gedacht, damit die Kleinen auch gut die Bücher erreichen können. Außerdem gibt es ein Fach für „internationale Literatur“.

Ehrenamtliche Patenschaft

Die ehrenamtliche Patenschaft für den Bücherschrank übernehmen Silvia Altbrod, Michaela Kraus, Marianne Wurm, Karin Gerke-Reker, Reinhild Kaiser und Albert Nagel. Sie sehen regelmäßig nach dem Rechten und sortieren Krimis, Romane, Sachbücher und Kinderliteratur passend ein. „Der innogy-Bücherschrank ist ein tolles Angebot, mit dem wir den öffentlichen Raum in unserer Gemeinde beleben und die Kultur des Teilens unterstützen. Ich bin mir sicher, dass sich hier ein Treffpunkt bilden wird, an dem Menschen ins Gespräch kommen“, sagte Bürgermeister Stephan Kersting.

Und an die Kinder der Grundschule gerichtet, die die Eröffnung begleiteten, ergänzte er: „Ihr habt die soziale Kontrolle. An so prominenter Stelle könnt ihr immer aufpassen, denn von der Schule aus, habt ihr den Bücherschrank immer im Blick, damit kein Unfug getrieben wird.

Grundschüler erfreuen Gäste

innogy-Kommunalbetreuer Markus Ebert betonte: „Als Partner von Eslohe kümmern wir uns nicht nur um die Strom- und Gasnetze, sondern engagieren uns mit dem Bücherschrank auch für die kulturelle Infrastruktur. Wir nehmen immer gerne gute Ideen auf. Das hier ist ein würdiger Ort und wird sicher eine Stätte der Begegnung. Es ist so schön hier im Park, man kann sich ein Buch ausleihen, sich zurückziehen und abschalten. Wissen erwerben, Emotionen erfahren, Spannung erleben und einfach Freude empfinden. Das Buch wird immer noch wertgeschätzt und das ist gut so.“ Die Grundschüler untermalten die Übergabe mit musikalischen Einlagen und erfreuten die Gäste weiter mit zwei Gedichten und einer Lesung aus dem Räuber Hotzenplotz, in der es auch ums Lesen ging.

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