Haushalt

Schmallenberger Bürger profitieren und sind selbst gefragt

Bürgermeister und Kämmerer haben die Grundzüge ihrer Politik erläutert.

Bürgermeister und Kämmerer haben die Grundzüge ihrer Politik erläutert.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Schmallenberg.  Ökonomie, Ökologie und Sozial - ein Dreiklang, der für Bürgermeister Halbe zusammengehört, was er jetzt noch mal in seiner Haushaltsrede betonte.

Nüchtern und unaufgeregt haben jetzt Bürgermeister Bernhard Halbe und Kämmerer Burkhard König ihre Haushaltsreden im Stadtrat gehalten. Dabei hätten beide Grund gehabt, allen Beteiligten ein wenig mehr auf die Schultern zu klopfen.

Denn der Haushaltsentwurf, der jetzt noch von den Fraktionen beraten werden muss und dann erst verabschiedet wird, gilt als ausgeglichen. Es bleibt bei den niedrigen Steuern und Abgaben, er ist schuldenfrei und hat mit 16,9 Millionen Euro ein besonders hohes Investitionsvolumen. Insgesamt umfasst er rund 63 Millionen Euro. „Die guten Auswirkungen erfahren Bürger und Gewerbebetriebe spätestens mit dem Steuerbescheid gleich am Jahresanfang“, versprach Burkhard König. Die zweite gute Auswirkung werde sich mit der Umsetzung der hohen Investitionssumme im Laufe des Jahres bemerkbar machen.

Ökonomisch und ökologisch

Im Straßenbau, beim Breitbandausbau, im Ausbau von Gebäuden wie Schulen und Vereinsheimen und auch als „verlässlichen Auftraggeber für die gewerbliche Wirtschaft.“ Die größten Ausgabenblöcke bleiben allerdings Personalkosten und Kreisumlage. Bürgermeister Bernhard Halbe hatte zuvor noch mal die Grundzüge seiner Politik skizziert: Eine nachhaltige Politik muss für ihn „ökonomisch, ökologisch und sozial“ sein. „Dieses Dreieck steht in einem Gleichgewicht.“ Und, so Halbe, „es funktioniert am besten, wenn es die Menschen selbst angehen und in ihrem Tun begleitet werden.“

Für die Zukunft nannte Halbe als wichtige ökonomische Faktoren den weiteren Ausbau der Infrastruktur, der Telekommunikation sowie die Ausweisung von weiteren Gewerbegebieten. Die Verbesserung der Umweltbedingungen begleite das kommunale Tun seit Jahrzehnten. „Vielleicht müssen wir uns der Leistung einfach mehr bewusst werden“, sagte Halbe und verwies auf den Wald. Auch Gebäudesanierungen verminderten den CO2-Ausstoß und sparten Kosten bei der Bewirtschaftung.

Das bürgerschaftliche Engagement fördern

Im sozialen Bereich gehe Schmallenberg nicht den Weg der möglichst großen Umverteilung, „sondern der niedrigen öffentlichen Kosten und der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.“ Insgesamt sei - auch durch die vielen neue Landes-Förderprogramme - die Situation für den ländlichen Raum gut. „Hoffen wir, dass die Konjunktur nicht zu stark einbricht, die Steuereinnahmen bleiben und wir noch einige Jahre den Weg der hohen Investitionen weitergehen können.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben