Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Rudolf Heinemann aus Nuttlar

Der Nuttlarer Rudolf Heinemann (links) ist jetzt Träger des Bundesverdienstkreuzes. Landrat Dr. Karl Schneider überbrachte ihm die hohe Auszeichnung des Bundespräsidenten.

Der Nuttlarer Rudolf Heinemann (links) ist jetzt Träger des Bundesverdienstkreuzes. Landrat Dr. Karl Schneider überbrachte ihm die hohe Auszeichnung des Bundespräsidenten.

Foto: Privat

Nuttlar.  Würdigung für den Nuttlarer Rudolf Heinemann: Er ist jetzt Träger des Bundesverdienstkreuzes. Die Liste der Verdienste ist lang.

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat den Nuttlarer Rudolf Heinemann für sein jahrzehntelanges Engagement in der Kommunalpolitik und im Bereich des Sports mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Landrat Dr. Karl Schneider hat die Auszeichnung jetzt vorgenommen.

Heinemann ist seit 1974 Mitglied in der CDU und war zunächst von 1975 bis 1984 Sachkundiger Bürger im Jugend- und Sportausschuss der Gemeinde Bestwig. 1984 wurde er zum ersten Mal in den Rat der Gemeinde gewählt und blieb dort ohne Unterbrechung bis zum Jahr 2014. 15 Jahre lang war er Vorsitzender des Gemeindeentwicklungsausschusses, dem er auch heute noch als Sachkundiger Bürger angehört.

Das Amt des Ersten Stellvertretenden Bürgermeisters füllte Rudolf Heinemann von 1989 bis 2004 aus. „Sein großes Fachwissen, seine Zuverlässigkeit sowie seine Fähigkeit, komplizierte und komplexe Sachverhalte für jedermann nachvollziehbar darzustellen, haben erheblich zu einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre beigetragen“, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung. Viele Entscheidungen in den politischen Gremien seien auf sein Engagement zurückgegangen und hätten erfolgreich umgesetzt werden können.

So hat sich Heinemann in seiner Zeit als Ratsmitglied unter anderem für die Gründung eines Dorfvereins in Nuttlar eingesetzt, der im Jahr 2011 als „Dorfgemeinschaft Nuttlar e. V.“ entstand. Seitdem ist er im Vorstand als Beisitzer aktiv, aber sein Engagement gehe weit über das Maß hinaus, das üblicherweise von einem Beisitzer erwartet werden könne. Heinemann habe zahlreiche Projekte initiiert und die Finanzierung durch Spenden sichergestellt, beispielsweise sei hier der Umzug und die Restaurierung der Kreuzigungsgruppe zu erwähnen. Außerdem hat der Nuttlarer das Leader-Projekt „Den Schieferbergbau Nuttlar erlebbar machen“ vorgeschlagen und das Projekt auch eingerichtet.

Von Oktober 1994 bis Mai 2014 gehörte Rudolf Heinemann auch dem Kreistag des Hochsauerlandkreises an. In den Jahren 2004 bis 2009 wählte ihn der Kreistag zum ersten stellvertretenden Landrat. Danach wurde er von 2009 bis 2014 Vorsitzender des Schulausschusses und engagierte sich im Anschluss daran als Sachkundiger Bürger im Kulturausschuss des Hochsauerlandkreises.

„Als stellvertretender Landrat hatte er die Belange des Kreises stets im Blick und für die dort lebenden Menschen jederzeit ein offenes Ohr. Seine Offenheit und menschliche Art schätzten die Bürger des Hochsauerlandkreises in der Zeit seiner Mandate und auch danach sehr“, wird Heinemann in der Begründung gelobt. Als Schulausschussvorsitzender setzte er sich besonders für die schul- und bildungspolitischen Belange ein und beteiligte sich an der Weiterentwicklung der Schullandschaft im Kreisgebiet.

Von 2003 bis 2014 war Heinemann Mitglied im Kuratorium der Stiftung Bestwig und wirkt seither im Stiftungsvorstand mit. Schon als Jugendlicher engagierte sich Rudolf Heinemann beim TuS 1892 Nuttlar und wurde 1967 dort Jugendwart. 1973 wählten ihn die Vereinsmitglieder zum Geschäftsführer. In diesem Amt baute er den Verein weiter aus, um ein attraktives Sportangebot in der Gemeinde Bestwig zu schaffen. 1994 trat er von seinem Amt zurück, steht dem Verein aber weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung.

  • Bereits seit 2010 ist Heinemann mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Bestwig ausgezeichnet worden.
  • Seit 2007 ist er Ehrenmitglied des TuS Nuttlar.
  • Heinemann ist verheiratet und hat einen Sohn.
  • Bis 2009 war er Rektor der Eduard-Pape-Hauptschule in Brilon.
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben