Coronavirus

Corona und die Zahl der Todesfälle im Hochsauerlandkreis

Der Südfriedhof in Meschede. Die Statistiker belegen jetzt erneut: Die Zahl der Todesfälle im Hochsauerlandkreis sinkt weiter - auch im Corona-Jahr.

Der Südfriedhof in Meschede. Die Statistiker belegen jetzt erneut: Die Zahl der Todesfälle im Hochsauerlandkreis sinkt weiter - auch im Corona-Jahr.

Foto: Jürgen Kortmann

Meschede/Hochsauerlandkreis.  Hat Corona Einfluss auf die Zahl der Todesfälle im Hochsauerlandkreis? Inzwischen zeichnet sich eine ganz klare Entwicklung ab.

Die Zahl der Todesfälle im Hochsauerlandkreis bleibt in diesem Jahr weiterhin so niedrig wie nie in den letzten Jahren – trotz der Corona-Krise. Das geht aus jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes in Düsseldorf hervor.

„Untersterblichkeit“ sogar erkennbar

Die Statistiker nennen nur Zahlen, nicht aber die Todesumstände. Allerdings kann mit Blick auf die Corona-Pandemie aus den Monatszahlen immer deutlicher der Umkehrschluss gezogen werden, dass die Sterblichkeit im Hochsauerlandkreis durch das Virus nicht angestiegen ist. Jetzt deutet sich sogar das Gegenteil an: Man kann inzwischen in diesem Jahr von einer so genannten Untersterblichkeit im HSK sprechen - den Begriff verwenden Statistiker, wenn die Zahl von Todesfällen unter dem eigentlichen statistischen Durchschnitt liegt.

So melden die Statistiker 221 Menschen, die im August verstorben sind - das ist einer der niedrigsten Monatswerte überhaupt in den letzten fünf Jahren und der niedrigste Augustwert der vergangenen Jahre. Die Zahl von 221 Todesfällen im gesamten HSK wurde nur noch unterschritten von 219 Todesfällen im Vormonat (dem Juli 2020), 213 Todesfällen im September 2019 und 211 Todesfällen im Juni 2018.

Und noch einmal die Gesamtschau für das Corona-Jahr 2020: In jedem der Monate war die Zahl der Todesfälle 2020 niedriger als im vergangenen Jahr – im Februar, Juni und Juli sogar mit 22, 46 und 64 Sterbefällen deutlich geringer als im Jahr 2019.

Rückgang der Todesfälle

Damit setzt sich im Hochsauerlandkreis auf den Jahrestrend bezogen ein Rückgang der Todesfälle in der Statistik durch: Seit 2015 sinkt die Zahl kontinuierlich - von 3319 im Jahr 2015 auf zuletzt 3200 im gesamten Jahr 2019.

Landesweit sind in NRW mehr Menschen gestorben: Etwa 17.500. Im August 2019 waren es 16.184. Die Statistiker sagen, dass in der Regel in den Hochsommermonaten Juli und August mehr Menschen als im Juni oder September sterben.

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