Corona

Corona: Was der Einzelhandel ohne Esloher Herbst plant

Es könnte alles so schön sein, doch wegen Corona fällt auch der Esloher Herbst in diesem Jahr aus. Ein Besuch lohnt sich aber dennoch.

Es könnte alles so schön sein, doch wegen Corona fällt auch der Esloher Herbst in diesem Jahr aus. Ein Besuch lohnt sich aber dennoch.

Foto: Gudrun Schulte

Eslohe.  Der Esloher Herbst fällt wegen Corona endgültig ins Wasser. Doch die Einzelhändler geben sich so schnell nicht geschlagen.

Erst war es im April der Esloher Frühling, der wegen der Corona-Krise abgeblasen werden musste. Im Oktober ist es der Esloher Herbst, der wegen der Pandemie nicht stattfinden wird. Dennoch wollen die Einzelhändler des Ortes am Sonntag, 11. Oktober, ihre Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag öffnen. Das Ordnungsamt der Gemeinde Eslohe hat bereits seine Genehmigung erteilt.

Es handele sich dabei allerdings nicht um eine Art „abgespeckten Esloher Herbst“, wie Theo Bremke vom Vorstandsteam „Eslohe aktiv“ ausdrücklich betont. „Es wird in diesem Jahr leider kein Esloher Herbst stattfinden. Kein großer und kein kleiner“, so Bremke. Das Thema sei durch.

Entsprechend werde es an dem verkaufsoffenen Sonntag auch keine Verkaufsstände, keine Essensstände, keinen Biertempel, kein Zelt und keine sonstigen Attraktionen geben, die den Esloher Herbst ausmachen. „Es handelt sich um einen reinen verkaufsoffenen Sonntag, an dem die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr für die Kunden ihre Türen öffnen werden“, so Bremke. Sicherlich werde es in den Geschäften Rabattaktionen, Verlosungen oder andere nette Überraschungen für die Kunden geben, sagt Thomas Keite vom Vorstandsteam. Mehr sei aber in diesem Jahr leider nicht drin.

Dennoch hoffen Bremke und Keite, dass der verkaufsoffene Sonntag angenommen werde. Denn: Der Tag ist für die durch Corona gebeutelten Einzelhändler eine Chance: Ein Tag an dem Familien ein bisschen mehr Zeit haben als sonst und beim Bummel durch Eslohe vielleicht den ein oder anderen Euro in den Geschäften lassen. „Die Einzelhändler waren mit dem Wunsch nach einem verkaufsoffenen Sonntag an uns herangetreten“, sagt Theo Bremke.

Daher habe man sich bei der Gemeinde, die sich sehr kooperativ gezeigt habe, dafür eingesetzt. „Der verkaufsoffene Sonntag ist allerdings keine Aktion von Eslohe aktiv“, betont Bremke. Letztlich sei jeder der Einzelhändler, der sich daran beteiligt, quasi eigenständig in der Verantwortung und entscheide selbst, ob er dabei sein wolle. Das seien nach aktuellem Stand allerdings die meisten.

Je nach Entwicklung der Infektionszahlen, könnte dem verkaufsoffenen Sonntag zwar noch eine kurzfristige Absage drohen. Das aber will in Eslohe niemand hoffen. Aktuell gebe es von den Behörden Grünes Licht. Und der Wunsch sei, dass das auch so bleibe, so Theo Bremke.

„Mit einem blauen Auge davon gekommen“

Dass der Esloher Herbst in diesem Jahr nicht stattfinden wird, stand bereits frühzeitig fest. „Als die Schützenfeste und andere Großveranstaltungen im Frühjahr abgesagt worden sind, war für uns klar, dass wir gar keine andere Wahl als eine Absage haben“, sagt Theo Bremke. Entsprechend sei man erst gar nicht in die intensiveren Planungen für die Großveranstaltungen eingestiegen. Damit sind „Eslohe aktiv“ nach eigenen Angaben durch den Ausfall auch keine nennenswerten Kosten entstanden. „Wir sind noch mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt Bremke.

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