Schule

Debatte um Erweiterung des Schulzentrums in Eslohe

So könnte die Erweiterung des Schulzentrums in Eslohe aussehen.   

So könnte die Erweiterung des Schulzentrums in Eslohe aussehen.  

Foto: Gemeinde Eslohe

Eslohe.  Das Schulzentrum Eslohe muss erweitert werden. Der SPD gehen die Pläne der Verwaltung allerdings nicht weit genug.

Schon im Oktober waren im Esloher Schulausschuss die Weichen für große Investitionen im Schulzentrum eingeleitet worden. Nun ging es um weitere konkrete Schritte zur Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur - und dabei bestand Uneinigkeit.

Grundsätzlicher Handlungsbedarf

In der Realschule besteht grundsätzlich Handlungsbedarf im Bereich Anzahl der Klassenräume, Fachräume, Verwaltung und sanitäre Anlagen. In enger Abstimmung mit den Schulleitungen und Kollegien wurden erste Lösungsansätze zur Bereitstellung notwendiger Räumlichkeiten vorgestellt. Grundsätzlich sollen drei Klassenräume und ein Konferenz-, bzw. Differenzierungsraum angebaut sowie die Fachräume Biologie und Chemie modernisiert und vergrößert, das Lehrerzimmer vergrößert und ein zusätzlicher Büro-, bzw. Besprechungsraum geschaffen werden. Zusätzlich werden die Toiletten im Altbau saniert.

Die Kosten belaufen sich, inklusive Einrichtung auf rund 2,9 Millionen Euro. Dafür sollen im Haushaltsjahr 2020/21 jeweils 1,45 Millionen Euro bereitgestellt werden. Fertiggestellt werden soll die Maßnahme im Herbst 2021.

Alternative Ideen vorgestellt

Volker Frenzel, Fraktionsvorsitzender der SPD, stellte einige Nachfragen zum vorgestellten Entwurf. Er wies auf notwendige Barrierefreiheit für die Fachräume hin und stellte eigene alternative Grundriss-Ideen vor. Barrierefreiheit soll bei Bedarf durch einen Aufzug im Altbau gewährleistet werden, so die Verwaltung. Nathalie Evers-Stumpf (SPD) regte die Auftragsvergabe an schulspezifische Architekten an, die gemeinsam nutzbare neue Räumlichkeiten für das gesamte Schulzentrum entwerfen sollten - auch im Hinblick auf eine Schulmensa.

Die Hauptschule hatte, aufgrund ihrer relativ guten Personalbesetzung und jetzt möglichen Nachmittagsunterrichts, auch Bedarf für Mittagessen bei der Verwaltung angemeldet.

Erneute Vorlage im Frühjahr

Kathrin Schulte-Bärbig, Schulleiterin der Realschule, hingegen betonte, dass der von der Verwaltung präsentierte Plan gut und direkt mit allen Beteiligten nach ihren Wünschen und Vorstellungen zustande gekommen sei: „Ich sehe keinen weiteren Bedarf für eine erweiterte Cafeteria oder gar Mensa“, sagte sie.

Letztendlich wurde die Vorlage, bei vier Enthaltungen der SPD, angenommen. Im Frühjahr 2020 soll der konkretisierte Plan - in weiterer Abstimmung mit allen Beteiligten - den politischen Gremien erneut vorgelegt werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben